Spielmanipulationsskandal in der E-Sport-Liga League of Legends: 32 Spieler gesperrt

Spielmanipulationsskandal erschüttert die E-Sport-Szene von League of Legends

Großer Einfluss auf die E-Sport-Szene von League of Legends

Die E-Sport-Szene von League of Legends wurde von einem angeblichen Spielmanipulationsskandal erschüttert, der so groß war, dass er jedes Team in einer regionalen Liga betraf. Die Organisatoren der League of Legends Vietnam Championship Series (VCS) gaben letzte Woche die Verschiebung von Spielen bekannt und untersuchten gleichzeitig die teilnehmenden Teams, was zu einer Verzögerung der Termine der Playoffs und Finals führte. Trotz der Auswirkungen auf das Turnier bekräftigten die Organisatoren ihr Engagement für Wettbewerbsintegrität.

Anschließend berichtete die vietnamesische Website ithethao, dass die acht Teams des Wettbewerbs zwei Tage lang vom Entwickler Riot Games in das VCS-Sendestudio gerufen wurden, um mutmaßliche Fälle von Spielmanipulationen zu untersuchen. Bisher haben weder Riot noch die Turnierorganisatoren den Begriff „Spielmanipulation“ verwendet, aber in einer neuen Erklärung wurde die vorübergehende Sperre von 32 Spielern aus den acht VCS-Teams bis zu einer vollständigen Untersuchung angekündigt.

Normalerweise bestehen League of Legends-Teams aus fünf Spielern, was bedeutet, dass bei acht konkurrierenden Teams bis zu 80 % der Spieler davon betroffen sein können. Allerdings verfügen einige Teams über mehrere Ersatzspieler, so dass der Anteil bei rund 65 % liegt. Da jedoch alle acht Teams untersucht werden, ist die Wettbewerbsintegrität des VCS ernsthaft in Frage gestellt.

Konsequenzen für die globale E-Sport-Szene

Das VCS ist keine der vier großen Regionen von LoL (Korea, China, Nordamerika und Europa), hat sich aber dennoch als einer der wichtigen Akteure in der globalen E-Sport-Szene des Spiels etabliert. Im Laufe der Jahre hat sich die Region entwickelt Vertreter bei internationalen Turnieren haben ihr Niveau oft übertroffen und sich so bei den jüngsten Weltmeisterschaften zusätzliche Plätze gesichert.

Die Reaktionen im Westen auf die Untersuchung waren gemischt. E-Sport-Manager Chris Smith bezeichnete den Skandal als „schockierend“ und ließ Zweifel an der Zukunft der vietnamesischen E-Sport-Szene aufkommen. Für seinen ehemaligen Rundfunkkollegen Isaac Cummings Bentley könnten Gehaltsprobleme in der Region zu Spielmanipulationen geführt haben. Er sagte: „Wenn ihre Gehälter nicht ausreichen, werden sie unweigerlich zu anderen Mitteln greifen.“ Es gibt einen Grund, warum Spielmanipulationen, Boosting usw. kommen in Spielen und Ligen, in denen es kein Geld gibt, äußerst häufig vor. »

Innerhalb der Community mehren sich die Spekulationen über die Folgen dieses Skandals. Einige gehen davon aus, dass die Liga mit Ersatzspielern gefüllt sein wird, die nicht in der Lage sind, mit den Startern mitzuhalten. Andere fragen sich, ob Riot die Serie einfach in einer anderen Region übernehmen wird, ähnlich wie bei der Fusion der Ozeanien-Liga mit der NA LCS. Der europäische Experte und Analyst Erik Wessén fasste die Stimmung mit einer einfachen Botschaft zusammen: „Heil dem gefallenen VCS.“ »

An anderer Stelle bei Riot wurde das League of Legends-MMO „zurückgesetzt“ und die Entwickler halten sich bedeckt.

Quelle: www.gamesradar.com