Take-Two Interactive, ein bekannter Herausgeber von Spieleserien wie Grand Theft Auto, wird fünf Prozent seiner Belegschaft entlassen. Sie kündigten außerdem Pläne an, Projekte im Wert von 140 Millionen US-Dollar abzusagen. Werden sich diese Sparmaßnahmen auf GTA 6 auswirken?
Entlassungen und Projektstornierungen
Etwa 600 der 11.000 Mitarbeiter erhalten Entlassungsmitteilungen, und mehrere Projekte werden abgesagt, um etwa 140 Millionen US-Dollar einzusparen. Die Entlassungen ermöglichen auch eine Reduzierung der Büroflächen, was die Kosten weiter senken wird. Das erscheint ziemlich ironisch, wenn man bedenkt, dass Take-Two gerade die Arbeit von zu Hause aus für alle seine Mitarbeiter abgesagt hat.
Warum ist dieser Schritt überraschend? Im März 2023 kam es bei Take-Two Interactive zu Entlassungen, um „die Organisation an den langfristigen Prioritäten des Unternehmens auszurichten“. Die genaue Anzahl der betroffenen Stellen wurde zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt gegeben. Darüber hinaus sagte Strauss Zelnick, CEO von Take-Two, letzten Monat, dass in den kommenden Wochen zwar weitere Kosteneinsparungsmaßnahmen geplant seien, Entlassungen jedoch nicht geplant seien. Und zuletzt kündigte Take-Two Pläne an, Gearbox Entertainment bis Ende Juni für 460 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Die Übernahme wird durch den Verkauf neuer Take-Two-Aktien finanziert.
Auswirkungen auf GTA 6?
Auch wenn der Publisher keine Angaben dazu machte, welche Projekte eingestellt werden, können wir davon ausgehen, dass GTA 6 von den Sparmaßnahmen nicht betroffen sein wird – schließlich handelt es sich um den wichtigsten Release der nächsten Jahre. Take-Two rechnet mit einer massiven Umsatzsteigerung, sobald der Open-World-Blockbuster im Jahr 2025 startet. Dies wird notwendig sein, da sich die Entwicklungs- und Marketingkosten mehreren Quellen zufolge voraussichtlich zwischen einer und zwei Milliarden US-Dollar belaufen werden. Im letzten Quartal erzielte Take-Two einen Nettoumsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr, wobei CEO Strauss Zelnick für die Finanzergebnisse 2023 eine Gesamtvergütung von 40 Millionen US-Dollar erhielt. Ein Teil des Bonus war leider an die Ausgaben der Spieler für Mikrotransaktionen gebunden.
Quelle: Earlygame.com





