Equity unterstützt SAG-AFTRA beim Streik der Videospielschauspieler

Equity unterstützt den Streik der US-Videospielspieler und fordert mehr Transparenz für britische Spieler

Equity, die britische Schauspielergewerkschaft, bekräftigt nach der Ankündigung eines Streiks ihre Unterstützung für SAG-AFTRA, die amerikanische Schauspielergewerkschaft, ohne selbst einen Streik zu genehmigen.

Gestern kündigte die US-amerikanische Schauspielergewerkschaft einen Streik an, nachdem es nach „mehr als anderthalbjährigen Verhandlungen“ nicht gelungen war, mit großen Videospielunternehmen eine Einigung über den Einsatz künstlicher Intelligenz zu erzielen.

Equity sagt: „Sprach- und Motion-Capture-Künstler sind ein wesentlicher Bestandteil dieser milliardenschweren Branche und erwecken die Charaktere zum Leben, die Spiele erfolgreich machen.“ Wir stehen SAG-AFTRA als Partner in einem globalen Kampf für eine faire Bezahlung und den Schutz der Rechte unserer Mitglieder zur Seite, ein Schritt, der umso dringlicher wird, je weiter wir Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz vorantreiben.

Transparenz und Schutz der Akteure im Vereinigten Königreich

Als Reaktion auf die Streikgenehmigung betont Equity, wie wichtig es ist, dass im Vereinigten Königreich tätige Spielestudios, Produzenten und Entwickler den Akteuren gegenüber transparent sind und ihre Mitglieder informieren, wenn sie Arbeiten für ein streikendes Unternehmen in Auftrag geben.

Equity äußert auch Bedenken hinsichtlich des Mangels an Schutzmaßnahmen zum Schutz der Akteure in der unregulierten Welt der künstlichen Intelligenz sowie hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit seiner Mitglieder.

Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass die Videospielbranche enorm von den Steuererleichterungen im Vereinigten Königreich profitiert, die Löhne jedoch trotz der hohen Beträge, die den Unternehmen gezahlt werden, stagnieren.

Es laufen Verhandlungen zum Schutz der Rechte der Schauspieler

Equity führt weiterhin einen konstruktiven Dialog mit Sprachstudios, Motion-Capture-Studios, Verlagen, Entwicklern und Berufsverbänden und fordert die Branche gleichzeitig auf, mit der Gewerkschaft zusammenzuarbeiten, um diese anhaltenden Probleme zu lösen.

Die britische Gewerkschaft beteiligt sich jedoch nicht an dem Streik. Da die Arbeitsgesetzgebung im Vereinigten Königreich sehr restriktiv ist, musste Equity an seiner eigenen Agenda arbeiten, um die Rechte der Akteure zu schützen.

Schließlich hat Equity ein „revolutionäres Toolkit für künstliche Intelligenz“ auf den Markt gebracht und fordert dringende staatliche Maßnahmen gegen das, was es „Performance-Klonen“ nennt.

Quelle: www.eurogamer.net