Raven Software reicht Klage gegen Activision Blizzard und Microsoft wegen Nichteinhaltung der Arbeitnehmerrechte ein

Gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter des Raven Software-Studios, das für die Entwicklung von Call of Duty: Black Ops 6 bekannt ist, haben beim US-amerikanischen National Labour Relations Board (NLRB) eine Beschwerde eingereicht. Diese Maßnahme richtet sich gegen Activision Blizzard und Microsoft wegen „bösgläubiger Verhandlungen“ und anderer unlauterer Arbeitspraktiken. Trotz anfänglichem Optimismus nach der Gründung ihrer Gewerkschaft stoßen die Arbeitnehmer bei den Verhandlungen über einen Tarifvertrag auf anhaltende Hindernisse.

Hintergrund der Beschwerde

Die Mitarbeiter von Raven Software, die 2022 mit Hilfe der Communication Workers Of America (CWA) die Gewerkschaft Game Workers Alliance (GWA) gegründet haben, prangern Versuche des Managements an, ihre Bemühungen zu behindern. Nach früheren Entlassungen war die Gründung der Gewerkschaft von Spannungen geprägt, darunter Einschränkungen des Wahlrechts der Arbeitnehmer.

Stand der Verhandlungen

Quellen von Game Developer zufolge lässt die anfängliche Begeisterung für die Gewerkschaft nach, da jüngste Verhandlungsversuche vom Management akribisch blockiert wurden. Claude Cummings, Präsident der CWA, äußerte sich enttäuscht über die mangelnden Fortschritte trotz der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft, die Hoffnungen auf schnelle Veränderungen geweckt hatte.

Microsoft teilte Game File mit, dass man weiterhin „den Verhandlungen in gutem Glauben verpflichtet“ sei, räumte jedoch ein, dass die Raven-Arbeiter trotz mehrerer Verhandlungsversuche seit Gründung der Gewerkschaft noch keine nennenswerten Fortschritte gemacht hätten.

Weitere Entwicklungen in der Branche

Gleichzeitig eskaliert die Situation in den Spiders-Studios, die für Greedfall 2 verantwortlich sind. 44 der 95 Mitarbeiter unterzeichneten einen offenen Brief an das Management, in dem sie ihre Besorgnis über unbefriedigende Arbeitsbedingungen und mangelnde Gleichstellung der Geschlechter zum Ausdruck brachten. Als Reaktion darauf nannten Spiders-Führungskräfte die Anschuldigungen „falsch und diffamierend“. Ab nächster Woche ist eine Streikaktion geplant.

Darüber hinaus haben auch andere Studios, wie Bethesda Game Studios und die Teams, die an World of Warcraft arbeiten, kürzlich Gewerkschaften mit Einfluss der CWA gegründet, was auf eine wachsende Bewegung hin zur Organisierung von Arbeitnehmern im Videospielsektor hinweist.

Diese Entwicklungen verdeutlichen die wachsenden Spannungen in der Videospielbranche, wo Arbeitnehmer zunehmend versuchen, ihre Rechte zu verteidigen und ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, während sie auf den Widerstand großer Unternehmen stoßen.

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