Das kürzlich veröffentlichte Videospiel Amenti versprach ein packendes Horrorabenteuer tief in den Großen Pyramiden, enttäuschte jedoch, da es eher eine Vergnügungsfahrt als ein echtes Angsterlebnis war. Diese neue Kreation von DarkPhobia Games zeigt einen Fotografen, der ein altes Grab erkundet, ist jedoch abwechselnd voller vorhersehbarer Jumpscares und allzu einfacher Rätsel, die keine wirklich beunruhigende Atmosphäre schaffen.
Eine vielversprechende Kulisse, aber eine enttäuschende Erfahrung
Der Schauplatz von Amenti in den dunklen und verwinkelten Gängen einer antiken Pyramide hätte für eine erschreckende Atmosphäre sorgen können. Die Grafik ist beeindruckend und erweckt verborgene Thronsäle und geheimnisvolle Gräber zum Leben. Allerdings reichen diese großartigen Erfolge nicht aus, um den Mangel an Nervenkitzel und das Fehlen spürbarer Spannung im Gameplay auszugleichen.
Die Reise des Fotografen entwickelt sich schnell zu einer Reihe vorhersehbarer Momente, wobei die Monster kaum eine Bedrohung darstellen. Das Fehlen von Konsequenzen für das Begehen von Fehlern oder das Begehen von Fehlern reduziert die Angst auf nichts und lässt den Spieler friedlich umherwandern, ohne wirkliche Gefühle der Gefahr.
Vorhersehbare Jumpscares und anspruchslose Rätsel
Amenti möchte ein Angstspiel sein, aber die Jumpscares leiden unter einer beunruhigenden Vorhersehbarkeit. Wenn man sich einem Nagel in der Wand oder einem Hinweis nähert, den ein früherer Entdecker hinterlassen hat, kann man leicht erraten, dass eine Kreatur auftauchen wird. Diese Vorzeichen des Schreckens führen jedoch nie zu einer echten Bedrohung: Der Spieler stirbt nie, was die Angst vor der Erkundung abschwächt.
Auch die angebotenen Rätsel sind enttäuschend und beschränken sich auf das Einfügen von Artefakten oder das Lösen einfacher Druckplatten. Keine dieser Aktivitäten schafft es, die lang ersehnte Spannung zu erzeugen, und der Spaziergang durch die Labyrinthe ist zu gemächlich.
Eine verwirrend unvollendete Geschichte
Wenn es um das Geschichtenerzählen geht, versucht Amenti, faszinierende Konzepte zu erforschen, wie zum Beispiel die Einmischung von Außerirdischen in den Bau der Pyramiden. Leider wird diese originelle Handlung schnell von einer chaotischen Präsentation überschattet. Erzählerische Kurzschlüsse verwirren die Spieler und liefern vielversprechende, aber ungenutzte Hinweise auf die Verbindungen zwischen dem pharaonischen Fluch und Außerirdischen.
Eine viel paranormalere und archäologischere Erkundung hätte dieses Erlebnis fesselnder machen können. Letztendlich scheint die Anwesenheit von Außerirdischen zufällig zu sein und fügt nur Verwirrung zu einer ohnehin schon schlecht artikulierten Erzählung hinzu.
Empfohlene Alternativen
Für Abenteuerlustige hält Amenti nicht, was es verspricht. Andere Spiele wie Mouthwashing, Slitterhead oder Crow Country bieten weitaus befriedigendere Horrorerlebnisse. Da die Gaming-Branche immer wieder neue Geschichten und Stimmungen erforscht, ist es ratsam, nach Titeln Ausschau zu halten, die es wirklich schaffen, dem Spieler Angst einzuflößen und ihn zu fesseln.
„Amenti“ bleibt trotz des Potenzials des Setting und Konzepts eine Enttäuschung. Spieler, die auf der Suche nach einem unvergesslichen Erlebnis sind, sollten sich woanders umsehen, um ihr Verlangen nach Horror zu stillen.
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