NLRB reicht Klage gegen Activision Blizzard im Fall illegaler Überwachung ein


Das National Labor Relations Board (NLRB) stellt Beschwerde gegen Activision Blizzard wegen illegaler Überwachung und Verstößen gegen Arbeitsgesetze ein

Das National Labor Relations Board (NLRB) hat eine Beschwerde mit Anklage gegen Activision Blizzard eingereicht, in der behauptet wird, dass das Unternehmen Mitarbeiter illegal überwacht und gegen Arbeitsgesetze verstoßen hat, indem es mit der Schließung von Kommunikationskanälen gedroht hat. Die Beschwerde wurde von der Communication Workers of America (CWA) eingereicht und betrifft Vorfälle, die während eines Streiks am 21. Juli 2022 stattfanden, bei dem Mitarbeiter von Activision Blizzard Schutz vor wachsenden Anti-Abtreibungsgesetzen in den USA forderten.

Die drei Anklagepunkte

Die Beschwerde umfasst drei Anklagepunkte gegen Activision Blizzard. Der erste Vorwurf bezieht sich auf illegale Überwachung durch das Unternehmen während geschützter Arbeitsaktivitäten der Mitarbeiter. Der zweite Vorwurf betrifft die Bedrohung der Schließung bestimmter Kommunikationskanäle, in denen Mitarbeiter über Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen diskutierten. Der dritte Vorwurf, der abgewiesen wurde, bezieht sich auf die Verletzung der Rechte der Mitarbeiter gemäß Abschnitt 7 durch das Schließen des Chat-Kanals während eines All-Hands-Meetings, bei dem die Mitarbeiter über Arbeitsbedingungen diskutierten.

Activision Blizzard-Klagezeitleiste: Die bisherige Geschichte

Seit der Einreichung der Beschwerde am 20. Juli wurden mehrere Maßnahmen ergriffen, darunter der Rücktritt des CEO J. Allen Brack, und es wurden Vorwürfe wegen unfairer Arbeitspraktiken gegen Activision Blizzard erhoben. Eine Zeitleiste mit Ereignissen, die helfen sollen, den Überblick zu behalten, wurde erstellt, um zu verhindern, dass ähnliche Probleme in der Zukunft auftreten.

Blizzard gegen die CWA

In einer offiziellen Erklärung behauptet Blizzard, dass die Abschaltung des All-Hands-Chats im Namen des Schutzes der Mitarbeiter vor „toxischem Verhalten am Arbeitsplatz“ erfolgt sei, und bezeichnet die Vorwürfe als „falsche Behauptungen“. Die CWA hat in ähnlicher Weise eine Erklärung zur Entscheidung des NLRB abgegeben und dabei auf die zusätzlichen Anklagen wegen unfairer Arbeitspraktiken gegen Activision Blizzard hingewiesen.

Activision Blizzard ist in mehrere laufende NLRB-Beschwerden verwickelt, darunter Anklagen wegen illegaler Entlassung von Mitarbeitern, unfairen Arbeitspraktiken und illegaler Zwangsmaß nahmen. Das Unternehmen ist auch mit den Folgen einer Kontroverse im Jahr 2021 konfrontiert, in der es behauptet wurde, dass es eine feindselige Unternehmenskultur pflegt, in der Frauen ungleicher Bezahlung und Belästigung ausgesetzt sind. Mehrere Arbeitskampfmaßnahmen wie Arbeitsniederlegungen und die Organisation von Gewerkschaften haben stattgefunden.

Activision Blizzard hat versucht, die gewerkschaftliche Organisation von Mitarbeitern zu verzögern und hat mehrere Nachrichten an Mitarbeiter gesendet, um sie davon abzuhalten, sich zu organisieren. Die CWA und andere Organisationen werfen Activision Blizzard vor, das Gesetz zu missachten, um Arbeiter zum Schweigen zu bringen.

Die Entscheidung des NLRB, eine Beschwerde gegen Activision Blizzard einzureichen, ist ein wichtiger Schritt im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und Rechte der Arbeitnehmer. Es bleibt abzuwarten, wie der Fall weitergehen wird.

Quelle: https://www.ign.com/articles/nlrb-activision-blizzard-surveillance