GO Transit-Änderungen frustrieren Pendler im Großraum Toronto
Die jüngsten Änderungen an einigen der beliebtesten Zug- und Buslinien von Metrolinx, dem GO-Betreiber, haben die Reisezeit einiger Pendler im Großraum Toronto effektiv verdoppelt. Die Planungsänderungen führten dazu, dass einige Reisende sich entschieden haben, dauerhaft von zu Hause aus zu arbeiten, anstatt den längeren Arbeitsweg zu bewältigen. Die betroffenen Strecken sind in einigen der am schnellsten wachsenden Regionen der Provinz, wie Milton, Ontario, und Halton ansässig, die zwischen 2016 und 2021 einen Bevölkerungsanstieg von fast 20 % bzw. 9 % verzeichneten.
Änderungen bei Buslinien und Zugverbindungen
Metrolinx verbesserte das Serviceniveau auf den stark befahrenen Strecken zwischen Toronto und Kitchener, Ontario, stellte aber auch einige Zugverbindungen ein und ersetzte sie durch Buslinien. Einige Busfahrpläne wurden auch angepasst, um einen wichtigen Verbindungspunkt an der Union Station in Toronto zu eliminieren, einem Transitknotenpunkt, der die regionalen und lokalen öffentlichen Verkehrssysteme verbindet.
Die Planungsänderungen führten dazu, dass der 31-jährige Bauingenieur Siddhartha Batra, der früher einen direkten Bus von seinem Zuhause in der Innenstadt von Toronto zu seinem rund 35 Kilometer entfernten Arbeitsplatz in Mississauga, Ontario, genommen hatte, auf die Reise ganz verzichtete und dauerhaft von zu Hause aus arbeitet. Batra sagte in einem Interview: “Auf keinen Fall auf der Erde fahre ich zwei Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln in eine Richtung. Ich werde es überhaupt nicht mehr verwenden, weil es einfach nicht mehr funktioniert.”
Keine rechtzeitigen Benachrichtigungen
Batra glaubt, dass Metrolinx Pendlern mindestens vier Monate Zeit hätte geben sollen, um ihre Reisepläne oder Arbeitspläne anzupassen. Er stellte auch fest, dass die Verkehrssysteme an anderen Orten, an denen er gelebt hat, wie Singapur und Dubai, die Strecken im Allgemeinen nicht in so engen Zeitplänen überholen. Quratulain Syeda, 34, die in Mississauga lebt und den Bus der Linie 21 häufig nutzte, sagte, dass die Änderungen ihren Arbeitsweg in “ein komplettes Durcheinander” verwandeln werden. “Ich werde wahrscheinlich nach (Taxi-)Optionen suchen oder vielleicht nicht versuchen, zu so vielen Veranstaltungen oder Dingen in der Stadt zu gehen”, sagte sie.
Die Reisenden sind nicht allein in ihrer Frustration über die Änderungen. Einige äußerten sich besorgt darüber, dass die Änderungen ihre Arbeit oder ihr soziales Leben beeinträchtigen werden. Eine Erklärung von Metrolinx besagt, dass lang erwartete Bemühungen zur Renovierung des Gardiner Expressway in Die Änderungen von Metrolinx haben eine breite Palette von Reaktionen hervorgerufen, von Frustration bis hin zu Verzweiflung, und sie werfen die Frage auf, ob der öffentliche Nahverkehr in der Region Toronto und GTA tatsächlich eine praktikable Option ist. Für Menschen wie Batra und Syeda ist die Antwort klar: Der öffentliche Nahverkehr ist derzeit keine praktikable Option, wenn man in einem vernünftigen Zeitrahmen zur Arbeit oder zu anderen Verpflichtungen gelangen will. Die jüngsten Änderungen von Metrolinx haben die ohnehin schon begrenzten Möglichkeiten weiter eingeschränkt und die Pendler gezwungen, alternative Lösungen zu suchen. Für einige ist das Fahren mit dem Auto eine Option, während andere möglicherweise auf alternative Transportmittel wie Fahrräder oder E-Scooter umsteigen werden. Letztendlich ist die Frage, ob die Menschen bereit sind, ihre Gewohnheiten zu ändern, um den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, oder ob sie sich für andere Optionen entscheiden werden. Was auch immer die Antwort ist, es ist klar, dass der öffentliche Nahverkehr in der Region Toronto und GTA vor großen Herausforderungen steht, wenn er in der Zukunft eine praktikable Option für Pendler bleiben soll.
Quelle: Toronto Sun.





