World of Warcrafts Gesellschaftsvertrag – Hat er das Spieler-Verhalten verändert?

World of Warcrafts Gesellschaftsvertrag hat offenbar keine dauerhafte Wirkung auf das Spieler-Verhalten

World of Warcraft hat im Laufe der Jahre einige Community-Herausforderungen erlebt, insbesondere im Hinblick auf das Spielerverhalten. Obwohl die Moderation im Spiel eine nie endende Debatte ist, versuchte World of Warcraft im Juni 2022, die Toxizität und Belästigung innerhalb der Plattform einzudämmen, indem es einen Gesellschaftsvertrag veröffentlichte.

Der Vertrag verbietet Spielerverhalten, das Missbrauch, Belästigung, Mobbing und Spam beinhaltet, und erinnert Spieler daran, dass eine Community nur so gut ist wie ihre Mitglieder.

Die Auswirkungen des Gesellschaftsvertrags auf World of Warcraft

Ein Jahr später scheinen die Spieler geteilter Meinung darüber zu sein, was genau passiert World of Warcrafts Gesellschaftsvertrag sollte dies bewirken und, was noch wichtiger ist, ob er seitdem tatsächlich einen dauerhaften Einfluss auf das Spiel hatte.

Blizzards Absicht schien sich auf die Reduzierung der Toxizität im Spiel zu konzentrieren, indem die Spieler nicht zuletzt auf die Regeln aufmerksam gemacht wurden, was zumindest einige Benutzer dazu bringen könnte, zweimal über ihr Verhalten nachzudenken.

Als der Gesellschaftsvertrag letztes Jahr in Kraft trat, befand sich World of Warcraft: Shadowlands mitten in einem PR-Albtraum. Die Spieler waren frustriert über die langwierigen, obligatorischen Gameplay-Aspekte wie Torghast, und sie waren auch wütend auf Blizzard, das in seine eigenen rechtlichen Kontroversen verwickelt war.

Die Spieler waren der Meinung, dass der Versuch des Glücksspielunternehmens, das Spielerverhalten zu regulieren, heuchlerisch war, da das Unternehmen selbst eklatantes Fehlverhalten zwischen Mitarbeitern rechtswidrig abgewiesen hatte. Aus diesem Grund hatte der Gesellschaftsvertrag von World of Warcraft bereits einen schlechten Start.

Keine dauerhafte Wirkung

Wenn der Gesellschaftsvertrag die Spieler tatsächlich daran erinnert, ihr Verhalten zu überprüfen, ist kein Ergebnis erkennbar. Was möglicherweise einen größeren Einfluss hatte, war die Tatsache, dass die Spieler keine andere Wahl hatten, als die Bedingungen zum Weiterspielen zu akzeptieren, was Blizzard die Immunität gewährt hätte, das Verhalten der Spieler zu regulieren und zu bestrafen.

Insbesondere wenn ein Spieler einen anderen aufgrund seiner Rasse, seines Geschlechts, seiner Sexualität oder einer anderen Identität ins Visier nimmt, würde man hoffen, dass ihm eine Art Sperre droht. Allerdings scheint die Mäßigung in World of Warcraft, wenn überhaupt, meist hinter den Kulissen zu stattfinden, was bei Missbrauchsopfern das Gefühl hervorrufen kann, dass ihnen keine Gerechtigkeit widerfährt.

Obwohl Missbrauch in vielen Online-Bereichen weit verbreitet ist, scheint er in World of Warcraft noch häufiger vorzukommen, insbesondere bei schwierigen Endspielinhalten. Wenn ein einzelner Spieler Fehler macht, kann dies stundenlange harte Arbeit seiner Teamkollegen zunichte machen, und ob er es mit Absicht getan hat oder nicht, der Frust über die Zeit- und Mühenverschwendung landet oft bei anderen Spielern.

Fazit

Regeln ohne Durchsetzung werden kaum dazu beitragen, das Verhalten der Spieler einzudämmen, und es scheint, dass noch mehr getan werden muss. Moderation ist keine leichte Aufgabe und erfordert viel Personal, ist aber bei einem großen MMO wie World of Warcraft letztendlich notwendig, wo unzählige Spieler aus allen Gesellschaftsschichten zusammenkommen.

Ob Spieler in ihrem Verhalten mehr Sorgfalt walten lassen müssen, ist immer umstritten, denn das muss jeder selbst tun. Die Verantwortung sollte jedoch bei World of Warcraft liegen, um sich selbst dazu zu zwingen, die von ihm aufgestellten Regeln einzuhalten, sonst wird der gesamte Gesellschaftsvertrag hinfällig.

Quelle: gamerant.com