Die bahnbrechende Infrarottechnologie der Wii: Präzision, Klicks und Zeigen in neuen Genres.

Die Wii war eine revolutionäre Konsole, die dank ihrer Bewegungssteuerung neue Maßstäbe setzte. Aber es gab noch eine andere bahnbrechende Technologie, die oft übersehen wird: der Infrarotsensor. Dieser winzige Sensor ermöglichte das präzise Zeigen und Klicken, das in vielen Spielen der Wii zum Einsatz kam. Dabei war die Sensorleiste, die oft als Ärgernis für Wii-Besitzer galt, eigentlich nur ein kleines Gerät, das Infrarotlicht aussendet, damit die Wii-Fernbedienung weiß, wo sich der Fernseher befindet.

Das Konzept des Zeigens und Klickens geht auf einige der frühesten elektronischen Spiele zurück und ist tiefer in Nintendos DNA verankert als das D-Pad. Obwohl die begrenzte kommerzielle Wirkung des Super Scope und die Bedenken, sich als familienfreundliche Marke zu präsentieren, Nintendo vielleicht noch etwa anderthalb Jahrzehnte lang davon abgehalten haben, sich mit der Technologie zu beschäftigen, waren Light Guns zu dieser Zeit in Spielhallen ein großer Erfolg.

Die Wii nutzte die Infrarot-Technologie auf vielfältige Weise und brachte damit ganz neue Genres auf die Konsole. Dem Controller ein Gefühl dafür zu geben, wo das Display des Spielers für eine ganz neue Reihe komplizierter Aktionen genutzt werden konnte, und selbst hartgesottene Gaming-Veteranen glaubten an die Technologie, als sie ihre Anwendung in Metroid Prime Trilogy und Resident Evil 4: Wii Edition sahen.

Heute, wo die Wii aus der Mode gekommen ist und die Switch über keine Sensorleiste verfügt, vermissen viele Spieler die Präzision und das dünne Kabel der Sensorleiste/Wiimote-Kombination. Nintendo hat zwar die Leiste selbst aufgegeben, die IR-Technologie der Switch jedoch nicht ganz vergessen. Vielleicht gibt es in Zukunft eine Rückkehr zu Zeigersteuerungen, IR oder anders.

Quelle: https://www.nintendolife.com/features/the-one-thing-wii-did-much-better-than-switch