Niantic kündigt umfassende Umstrukturierung an – Pokémon-Go-Entwickler reagiert auf Herausforderungen.

Niantic kündigt umfassende Umstrukturierung an

Der Pokémon-Go-Entwickler Niantic hat eine umfassende Umstrukturierung angekündigt, bei der er sein Büro in Los Angeles schließen, über 200 Mitarbeiter entlassen und die Entwicklung einiger Titel zurückfahren wird. Das Unternehmen möchte seinen Fokus auf die Unterstützung aktueller Titel verstärken und gleichzeitig sein Engagement für Mixed und Augmented Reality verstärken.

Gründe für die Umstrukturierung

In einer E-Mail an die Mitarbeiter erklärte CEO John Hanke, dass die Rekrutierung und Projektpipeline während der Pandemie stark angestiegen seien und die daraus resultierenden Ausgaben die Einnahmen überstiegen hätten. Obwohl die Einnahmen nach dem Ende der Pandemie wieder auf das Niveau vor Corona zurückgekehrt seien, hätten neue Projekte nicht genug Einnahmen generiert, um diese Investitionen zu decken. Hanke wies auch auf den überfüllten Mobilfunkmarkt, Veränderungen bei der mobilen Werbung und technologische Herausforderungen hin, die zu einem langsameren Wachstum des AR-Marktes führen.

Auswirkungen der Umstrukturierung

Die größte Auswirkung der Umstrukturierung ist die Schließung des Büros in LA, wodurch 230 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Zudem werden die Unterstützung für das mobile AR-NBA-Spiel “NBA All-World” und das kommende mobile AR-Spiel “Marvel: World of Heroes” eingestellt. Niantic wird jedoch weiterhin Pokémon Go, Pikmin Bloom, Peridot, Ingress und das kürzlich angekündigte “Monster Hunter Now” unterstützen. Das Unternehmen plant außerdem, die Entwicklung von Tools und Erfahrungen für neue MR-Geräte und AR-Plattformen zu verstärken.

Zukünftige Pläne

Niantic möchte seinen Arbeitsablauf rationalisieren, um Entlassungen in der Führung und unklare Entscheidungsfindung zu reduzieren. Das Unternehmen bleibt jedoch seiner Mission treu, zielgerichtete Produkte und Technologien zu entwickeln, die der Welt eine bessere Zukunft ermöglichen und den Bedürfnissen der Community dienen.

Quelle: Game Informer.