Microsoft siegt vor Gericht – Aktuelle Berufung der FTC

Microsoft steht erneut im Rampenlicht, nachdem das Unternehmen vor einem US-Bundesgericht einen jüngsten Sieg gegen das Federal Trade Committee (FTC) errungen hat. Die FTC hat Berufung gegen den Gerichtsbeschluss eingelegt, der die Nichterteilung einer einstweiligen Verfügung gegen Microsoft abgelehnt hatte. Die Zukunft des umstrittenen Deals zwischen Microsoft und Activision Blizzard hängt nun in der Schwebe.

FTC legt Berufung ein

Die Federal Trade Commission hat eine Berufung gegen die Entscheidung von Richterin Jacqueline Scott Corley eingereicht. Die genauen Argumente der FTC werden erst bekannt gegeben, wenn die Berufung beim Berufungsgericht des Neunten Bezirks eingereicht wird. Diese Entwicklungen folgen nur einen Tag nachdem Microsoft den Gerichtsstreit gegen die FTC für sich entscheiden konnte.

Gericht urteilt zugunsten von Microsoft

In der Entscheidung stellte Richterin Corley fest, dass die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft den Wettbewerb in der Spielebranche nicht wesentlich beeinträchtigen würde. Das Gericht erkannte an, dass die FTC nicht ausreichend nachgewiesen hatte, dass der vertikale Zusammenschluss den Wettbewerb erheblich beeinflussen würde. Im Gegenteil deuteten die vorliegenden Beweise darauf hin, dass die Verbraucher durch die Übernahme einen verbesserten Zugang zu Spielen wie “Call of Duty” und anderen Inhalten von Activision Blizzard erhalten würden.

Zukünftige Schritte

Wäre die FTC erfolgreich gewesen, hätte Microsoft mit einer einstweiligen Verfügung gerechnet, die den Deal vorübergehend ausgesetzt hätte, bis das Kartellverfahren der FTC gegen Microsoft am 2. August abgeschlossen wäre. Nun muss die FTC das Berufungsgericht überzeugen, eine Notaussetzung zu erlassen, um die derzeitige einstweilige Verfügung zu verlängern, die am 14. Juli ausläuft. Wenn das Berufungsgericht nicht vor Ablauf der Vertragsfrist am 18. Juli entscheidet, könnte Microsoft den Deal erfolgreich abschließen und Activision Blizzard bereits in der kommenden Woche übernehmen.

Phil Spencer äußert Optimismus

Phil Spencer, CEO von Xbox Gaming, äußerte sich in einer Reihe von Tweets optimistisch über die Zukunft des Deals. Er betonte, dass die Übernahme von Activision Blizzard gut für die Spielebranche sei und dass die Behauptungen der FTC über Konsolenwechsel, Spieleabonnementdienste und Cloud-Gaming nicht der Realität des Marktes entsprächen. Spencer betonte auch, dass Microsoft weiterhin bestrebt sei, mehr Spiele für mehr Menschen auf mehr Geräten anzubieten.

Andere rechtliche Hürden

Selbst wenn Microsoft den Streit mit der FTC für sich entscheiden kann, bleiben noch weitere Hindernisse zu überwinden. Das Unternehmen steht weiterhin unter der Kontrolle der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA), die den Deal aufgrund von Bedenken hinsichtlich seiner Auswirkungen auf den Cloud-Gaming-Markt blockiert hat. Nach dem jüngsten Gerichtsurteil erklärte die CMA jedoch ihre Bereitschaft, ihre Haltung neu zu verhandeln.

Die kommenden Wochen werden entscheidend für den Ausgang des Deals zwischen Microsoft und Activision Blizzard sein. Während die FTC Berufung einlegt und andere Aufsichtsbehörden ihre Position überdenken, bleibt die Zukunft der beiden Unternehmen vorerst ungewiss.