Brandon Winckler und Corina Boettger, zwei Synchronsprecher des Spiels Genshin Impact, haben kürzlich ihre Stimme erhoben und behauptet, sie seien vom Spieleentwickler HoYoverse nicht bezahlt worden. Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf ein drängendes Problem in der Glücksspielbranche, nämlich Zahlungsstreitigkeiten zwischen den Schauspielern und den Studios. Die beiden Sprecher äußerten ihre Frustration und betonten die Notwendigkeit von Gewerkschaften, um die Rechte der Schauspieler zu schützen.
Wincklers Unzufriedenheit
Brandon Winckler, der die Stimme von Charakteren wie Kazuhas Freund Takuya und Nervous An in Genshin Impact liefert, äußerte seine Unzufriedenheit in einem Tweet-Thread. Er beklagte, dass es unentschuldbar sei, mehr als vier Monate auf die Bezahlung zu warten, insbesondere wenn das Studio Millionen von Dollar pro Monat verdient. Er beschrieb auch die Schwierigkeit, an einem Projekt zu arbeiten und sich gleichzeitig die grundlegenden Bedürfnisse nicht leisten zu können. Winckler betonte, dass dies kein isoliertes Problem sei, sondern ein wiederkehrendes Problem bei nicht gewerkschaftlich organisierten Produktionen.
Boettgers Bedenken
Corina Boettger, die in Genshin Impact die englische Stimme von Paimon ist, unterstützte Wincklers Bedenken in Reaktion auf seine Tweets. Sie gab an, seit Dezember 2022 auf die Bezahlung für ihre Sitzungen zu warten, was ihre Mietverpflichtungen erschwert. Boettger betonte, dass es inakzeptabel sei, seit Monaten ohne Bezahlung zu arbeiten. Auch sie betonte die Notwendigkeit von Gewerkschaften, um die Schauspieler zu schützen.
Die Notwendigkeit von Gewerkschaften und Reformen
Die Aussagen von Winckler und Boettger werfen ein Schlaglicht auf das drängende Problem von Zahlungsstreitigkeiten in der Glücksspielbranche. Diese Vorfälle zeigen die Notwendigkeit von weiteren Diskussionen und möglichen Reformen der Beschäftigungspraktiken in der Branche auf. Die Synchronsprecher betonten, dass Schauspieler geschützt werden müssen und dass ein Spiel dieser Größenordnung zweifellos eine Gemeinschaftsproduktion sein sollte. Sie erklärten, dass sie ihre Arbeit an Genshin Impact nicht fortsetzen würden, solange das Spiel nicht in einen Gewerkschaftsvertrag übergeht. Sie hoffen, dass andere ihre Entscheidung verstehen und sich in ihre missliche Lage hineinversetzen können.
Bisher hat HoYoverse noch nicht öffentlich auf die Vorwürfe reagiert. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Vorfall weiterentwickeln wird und ob Reformen in der Branche durchgesetzt werden können, um die Rechte der Schauspieler zu schützen.




