Fortnite, das äußerst beliebte Multiplayer-Spiel, hat kürzlich ein einzigartiges Bildungsprojekt genehmigt: ein virtuelles Holocaust-Museum. Das vom Videospieldesigner Luc Bernard entworfene Museum mit dem Titel „Voices of the Forgotten“ ermöglicht es den Spielern, die Geschichte der Judenverfolgung während des Zweiten Weltkriegs zu entdecken.
Ein bahnbrechendes virtuelles Museum in Fortnite
Luc Bernard gab auf Twitter stolz bekannt, dass sein Projekt von Epic Games, dem Herausgeber und Entwickler von Fortnite, genehmigt wurde. Dies ist das erste Holocaust-Museum in Fortnite, einem Spiel, das weltweit über 400 Millionen Spieler hat.
Eine immersive und lehrreiche Erfahrung
Das virtuelle Museum bietet eine Reihe von Exponaten, darunter Fotos und Texte, die die harten Lebensbedingungen verfolgter Juden beschreiben. Es beleuchtet auch historische Ereignisse wie die Kristallnacht und stellt Helden vor, die gegen Hitlers Unterdrückungsregime kämpften. Zu diesen historischen Persönlichkeiten zählen Marianne Cohn, französische Widerstandskämpferin deutscher Herkunft, sowie der iranische Diplomat Abdol Hossein Sardari, die beide während des mehrjährigen Massakers Tausende jüdischer Familien retteten.
Das Museum befasst sich auch mit der Rolle des 761. US-Panzerbataillons, einem Regiment, das ausschließlich aus afroamerikanischen Soldaten bestand, das Deutschland durchquerte und während des Krieges zur Befreiung der Juden beitrug. Auch Mitglieder der LGBTQ+-Community werden im Museum erwähnt.
Luc Bernard hofft, dass Bildungsinstrumente wie dieses in Schulen eingesetzt werden können, damit Schüler, die nicht in große Museen gehen können, die Geschichte des Holocaust entdecken können.
Eine pädagogische Verwendung von Fortnite
Immer mehr Entwickler nutzen Fortnite mit seinen Hunderten Millionen monatlichen Nutzern, darunter viele Kinder, als Lehrmittel. Die Idee besteht darin, das Lernen interaktiver und zugänglicher zu gestalten.
Im Jahr 2021 arbeitete Epic Games mit dem in Chicago ansässigen DuSable Black History Museum and Education Center und dem Legacy of Dr. Martin Luther King Jr. zusammen, um ein virtuelles Bürgerrechtsmuseum mit dem Namen „Walk through Time“ zu schaffen. Auch wenn es seltsam erscheinen mag, als Hotdogs oder John Wick verkleidete Spieler in einer herzlichen Hommage an eine der wichtigsten Figuren der Bürgerrechtsbewegung zu sehen, war diese Zusammenarbeit ein lobenswerter Versuch, die Plattform für nützliche Zwecke zu nutzen. Auch Luc Bernard bezeichnete diese Partnerschaft als großen Einfluss für sein eigenes Projekt.
Voice of the Forgotten: ein unabhängiges Projekt
Im Gegensatz zur Martin Luther King Jr.-Ausstellung, die eine offizielle Zusammenarbeit zwischen dem Fortnite-Entwickler und einer Bürgerorganisation war, ist „Voices of the Forgotten“ ein unabhängiges Projekt, das lediglich die Zustimmung der Macher des Spiels erhielt.
Es ist nicht das erste Mal, dass Luc Bernard in seinen Spielen das Thema Holocaust thematisiert. Anfang des Jahres veröffentlichte er „Light in Darkness“, ein kostenloses Erzählspiel, das die Geschichte einer jüdischen Familie in Frankreich erzählt, die von der Nazi-Besatzung gefangen ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Genehmigung eines virtuellen Holocaust-Museums in Fortnite ein großer Fortschritt in der Geschichtserziehung und der Zugänglichkeit ist. Dieses einzigartige Projekt wird es Millionen von Spielern ermöglichen, diese dunkle Zeit der Weltgeschichte zu entdecken und besser zu verstehen.
Quelle: themesenger.com




