Embracer Group, der Moloch von mehr als 100 Videospiel-Entwicklungsstudios, darunter Gearbox, THQ Nordic, Koch Media und Sabre Interactive, sowie berühmten Franchise-Unternehmen wie Tomb Raider und Deus Ex, machte kürzlich Schlagzeilen mit einer 2-Milliarden-Dollar-Partnerschaftsstrategie, die letztendlich scheiterte . Diese Partnerschaft hätte Embracer über einen Zeitraum von sechs Jahren Entwicklungseinnahmen in Höhe von mehr als 2 Milliarden US-Dollar bescheren können. Allerdings gab Embracer in letzter Minute bekannt, dass diese Partnerschaft beendet sei und die Ergebnisse nicht schlüssig seien.
Eine Partnerschaft mit der saudischen Regierung
Laut einem Bericht von Axios, das den Fall untersuchte, war Embracers vorgeschlagener Partner die Savvy Games Group, die Videospielsparte des saudischen Investmentfonds, der vom umstrittenen Prinzen Mohammed bin Salman finanziert wurde. Diese Partnerschaft hätte eine Investition von 2 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung und Veröffentlichung von Videospielen bei Embracer ermöglicht. Die genauen Gründe für Savvys Rückzug bleiben vorerst unklar.
Die Auswirkungen der saudischen Beteiligung
Saudi-Arabien und Prinz Mohammed bin Salman werden oft wegen ihrer angeblichen Beteiligung an der Ermordung des Journalisten der Washington Post, Jamal Khashoggi, kritisiert. Darüber hinaus ist das Land für seine schlechte Menschenrechtsbilanz bekannt, darunter die Kriminalisierung von Homosexualität und die Verhängung von Strafen, die von Auspeitschungen bis zur Todesstrafe reichen. Trotz dieser Kontroversen hat Saudi-Arabien beschlossen, stark in die Videospielbranche zu investieren, mit einem Ziel von 142 Milliarden Riyal (etwa 32 Milliarden Dollar), um seine Wirtschaft zu diversifizieren, bis es zu einem wichtigen Akteur in der Videospielbranche wird.
Konsequenzen für Embracer
Seit die Bekanntgabe der 2-Milliarden-Dollar-Partnerschaft bekannt wurde, musste Embracer einen Umstrukturierungsplan aufstellen, der Stellenabbau und Studioschließungen vorsah. Das Unternehmen ist jedoch weiterhin bestrebt, seine Rechte am Universum „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ sinnvoll zu verwerten, um trotz dieser heiklen Situation weiterhin erfolgreich zu sein.
Quelle: www.eurogamer.net





