Grand Theft Auto 5AI NPC Mod aus dem Internet entfernt

Grand Theft Auto V war dank seiner Modding-Community und benutzerdefinierten Servern äußerst erfolgreich. Take-Two, der Herausgeber des Spiels, scheut sich jedoch nicht, einige Fanprojekte zu übernehmen. Kürzlich hat Take-Two eine Mod namens Sentient Streets herausgebracht, die KI-Technologie nutzte, um zufällig NPC-Dialoge zu generieren.

Der Sentient Streets Mod

Die Sentient Streets-Mod, über die auf Websites wie IGN und Eurogamer ausführlich berichtet wurde, enthielt eine Geschichte rund um einen KI- und NPC-verehrenden Kult, dessen Dialoge zufällig von einem Tool namens Inworld. CharacterEngine generiert wurden. Das Video mit der Mod wurde über 100.000 Mal angesehen, bevor sie entfernt wurde, und die Mod selbst wurde über 3.000 Mal heruntergeladen, bevor sie von NexusMods, der Plattform, auf der sie gehostet wurde, entfernt wurde.

Take-Two antwortete nicht auf Anfragen nach Kommentaren, aber es scheint, dass das Unternehmen gezielt diesen Mod entfernt hat. Dies könnte an der Integration der Inworld Character Engine liegen, einem Drittanbieter-Tool von ElevenLabs, das KI-generierte Stimmen erstellt. Diese Integration wirft Fragen und potenzielle Probleme auf, die bei Standard-Mods, die dem Spiel lediglich Elemente hinzufügen oder sein Gameplay modifizieren, nicht vorhanden sind.

Take-Twos Haltung

Dass Take-Two seine geistigen Rechte schützen will, ist verständlich, doch das Unternehmen geht regelmäßig ohne Genehmigung gegen Fanprojekte vor. Sie verschickte Unterlassungserklärungen, reichte Klagen ein und beauftragte Berichten zufolge sogar Privatdetektive mit der Besichtigung der Häuser von Spielern. Es ist jedoch erwähnenswert, dass Rockstar Games, die Muttergesellschaft von Take-Two, kürzlich eine Partnerschaft mit Cfx.re, dem Team hinter den Modding-Communities FiveM und RedM, angekündigt hat, um von diesen Communities erstellte Mods offiziell zu unterstützen.

Es ist enttäuschend und entmutigend, wie große Gruppen willkürliche Maßnahmen ergreifen können, die dazu führen können, dass die Arbeit der Fans augenblicklich verschwindet. Dies wirft Fragen zur kreativen Freiheit in der Welt des Modding und den von Videospiel-Publishern auferlegten Grenzen auf.

Quelle: kotaku.com