Sportvideospiele dominieren weiterhin jedes Jahr den Umsatz, trotz gemischter bis negativer Bewertungen. Sportspiele scheinen immun gegen Kritik zu sein, da leidenschaftliche Fans von Fußball, Fußball, Baseball und Basketball in der Regel die neueste Version ihrer Lieblingsserie kaufen, egal was die Kritiker sagen. Madden NFL ist dieses Jahr neben Call of Duty und EA FC, früher bekannt als FIFA, eines der meistverkauften Spiele in den USA.
Sportspiele sind zu groß, um kommerziell zu scheitern, selbst wenn sie kritisch scheitern, und für Verlage ist das ein angenehmer Ort. Rezensionen von Sportspielen werden aus dem Gespräch herausgenommen, denn wenn die offenen Meinungen der Mainstream-Medien ans Licht kommen, ist es bereits zu spät. Die Saison beginnt, die Fans wollen die Staffel simulieren, die sie im Fernsehen sehen werden. Für Millionen von Spielern reicht es aus, nur Kaderaktualisierungen zu haben. Alles, was das neueste Spiel besser oder anders macht als die Vorjahre, ist für sie ein schöner Bonus.
Sportspiele nehmen aufgrund des Pay-to-Win-Modus, der in allen großen Franchises vorhanden ist, auch einen einzigartigen Platz in der Welt der Videospielrezensionen ein. EA nennt es Ultimate Team, NBA 2K hat MyTeam, MLB The Show nennt es Diamond Dynasty. Unabhängig vom konkreten Namen lockt dieser Modus Spieler bekanntermaßen mit Mikrotransaktionen an. EA hat mit diesen Mikrotransaktionen einen Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar erzielt, der mittlerweile 75 % des gesamten Unternehmensumsatzes ausmacht.
Das Bewusstsein für diese Praxis war in der Videospielbranche nach der Star Wars Battlefront 2-Affäre geprägt, bei der auch Pay-to-Win-Mechanismen eingeführt wurden. Negative Reaktionen von Spielern und Kritikern veranlassten EA dazu, diese Elemente zu entfernen und die Wirtschaft und den Fortschritt des Spiels noch vor dem offiziellen Start zu überarbeiten. In der Welt der Sportspiele gab es jedoch keine ähnliche Reaktion, da die Spieler dieser Spiele oft von der Mainstream-Gaming-Community abgekoppelt sind.
Sportligen wie die NFL und die NBA müssen diese Pay-to-Win-Modi lieben, weil sie die Beliebtheit von Ligen und Spielen steigern und gleichzeitig ihre Kassen füllen. Sportspiele haben noch nie eine wirtschaftliche Revolution erlebt wie andere Konsolenspiele und ähneln eher der Welt der Handyspiele mit In-App-Käufen und künstlichen Hindernissen, die zum Geldausgeben verleiten sollen.
Sportspielrezensionen haben also ein anderes Publikum. Sie sind nicht nur Kaufempfehlungen für Verbraucher, sondern helfen auch zu verstehen, wohin sich das Spielgenre und die Branche entwickeln. Durch die Analyse eines Sportspiels können wir auch den Sport selbst und die ihn umgebende Kultur besser verstehen. Spielmodi wie „The Yard“ oder „The City“ erfinden den Sport für ein anderes Publikum als traditionelle Fanatiker neu. Eine Sportspielrezension sagt dem Leser nicht nur, ob sich der Kauf lohnt, sondern erklärt auch, ob das Spiel seine Ziele erreicht hat und ob sich diese Ziele überhaupt gelohnt haben.
Quelle: www.gamespot.com


![„Reynatis: keine Xbox-Version wegen mangelndem Interesse in Japan“[embed]https://www.youtube.com/watch?v=wXtcwGFHAGM[/embed] Creo Gaming](https://www.creocommunity.de/wp-content/uploads/2024/09/„Reynatis-keine-Xbox-Version-wegen-mangelndem-Interesse-in-JapanembedhttpswwwyoutubecomwatchvwXtcwGFHAGMembed-140x140.jpg)


