Baldur’s Gate 3: Akt 3 wirkt sich enorm auf die CPU-Leistung aus – aber warum?

Schauen Sie sich die enttäuschende Leistung von Baldur’s Gate 3 im dritten Akt an!

Ein besonders dichter und anspruchsvoller dritter Akt

Der dritte Akt von Baldur’s Gate 3 spielt in der Stadt Baldur’s Gate, einer wichtigen Stadt im Spieluniversum mit vielen Nicht-Spieler-Charakteren (NPCs). In unserem ersten Testbericht hatten wir bereits festgestellt, dass Mittelklasse-PCs in stärker besiedelten Gebieten Probleme haben. Die hohe Anzahl an NPCs in der Stadt erhöht jedoch die CPU-Belastung erheblich und verstärkt andere Probleme, die im Rest des Spiels nicht auftreten.

Kamerabewegungen und Übergänge: akzentuierte Leistungsprobleme

Eines der Probleme mit der höheren Leistung des dritten Akts besteht darin, dass die Bewegung der Charaktere das Spiel CPU-intensiver macht. Selbst in einer statischen Szene bemerkte ich einen Rückgang der Framerate um 90 fps, wenn sich ein Charakter in kleinen Kreisen bewegte, was einem Leistungsabfall von 20 % entspricht. Darüber hinaus sind Kameraübergänge zu Zwischensequenzen oder Gesprächen in diesem dritten Akt rechenintensiver, was zu einer spürbaren Verlangsamung führt. Der Haupteffekt der anspruchsvollen Szenen des dritten Akts manifestiert sich in der Instabilität der Frame-Rendering-Zeiten, was ich „Frame Health“ nenne. Die Renderzeiten können sich um 50–100 % verlängern, was zu spürbaren Rucklern führt. Darüber hinaus führt jedes Erdbeben in der Stadt zu mehreren erheblichen Schwankungen der Renderzeiten, was das Ruckeln noch verstärkt.

Die Wahl der Rendering-API wirkt sich auf die Leistung aus

Auch die Wahl der Rendering-API kann eine Rolle bei der Leistung spielen. Unter Vulkan schneidet das Spiel in Bereichen mit vielen NPCs schlechter ab als unter DirectX 11. Auch wenn Vulkan in leeren Bereichen auf Nvidia- oder AMD-Hardware ohne NPCs theoretisch schneller sein kann, schneidet es in Bereichen mit vielen NPCs tatsächlich schlechter ab und reduziert die Leistung um 10 %. auf einer Core i9 12900K-CPU der neuesten Generation.

Große Probleme mit weniger effizienten Prozessoren

Weniger leistungsfähige CPUs wie der Ryzen 5 3600 haben sogar noch größere Probleme. Die Leistung sinkt von Anfang an um 50 %, die Schwankungen bei den Renderzeiten sind jedoch viel größer. Mit jedem Frame variiert die Renderzeit erheblich, wodurch das Erlebnis ruckartig und nicht flüssig wirkt. Selbst bei einer Bildrate von durchschnittlich 30 Bildern pro Sekunde läuft das Spiel nicht flüssig, da die Schwankungen von Bild zu Bild zu groß sind, als dass sie durch die FreeSync- oder G-Sync-Technologie ausgeglichen werden könnten.

Akt 3: Eine echte Herausforderung für alte Zen-2-Prozessoren

Baldur’s Gate 3 Act 3 ist daher eine echte Herausforderung für ältere CPUs der Zen-2-Reihe. träges Erlebnis. Es ist daher gerechtfertigt, zur Leistungsbeurteilung gezielt den dritten Akt des Spiels zu betrachten.

Für eine bessere Nutzung von Multicore-Prozessoren sind Optimierungen erforderlich

Es ist offensichtlich, dass Baldur’s Gate 3 noch Optimierungen für eine bessere Ausnutzung von Multicore- und Thread-CPUs benötigt. Die ideale Konfiguration wäre, Hyperthreading zu deaktivieren und nur acht physische Kerne zu verwenden, was die beste Leistung bietet. Achtkernprozessoren mit aktiviertem Hyperthreading schneiden am schlechtesten ab, während Sechskernprozessoren eine etwas geringere Leistung bieten als Achtkernprozessoren ohne Hyperthreading.

Fazit: enttäuschende Leistung mit wenigen Lösungen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die enttäuschende Leistung von Baldur’s Gate 3 im dritten Akt hauptsächlich auf die Dichte an NPCs zurückzuführen ist, die den Prozessor überlastet, und auf die erheblichen Schwankungen bei den Renderzeiten. Bei älteren Zen-2-Prozessoren, die kein reibungsloses Erlebnis bieten, sind die Probleme besonders ausgeprägt. Optimierungsversuche wie die Verwendung von Vulkan scheinen diese Probleme nicht vollständig zu lösen. Es ist daher unwahrscheinlich, dass schnell eine Wunderlösung gefunden wird. Spieler müssen möglicherweise nur die Grafikeinstellungen verringern, um die Leistung zu verbessern, dies geht jedoch auf Kosten der visuellen Qualität des Spiels.

Quelle: www.eurogamer.net