Holen Sie sich mit dem FTC-Deal das für Fortnite ausgegebene Geld zurück

In-Game- und In-App-Käufe gehören zu den hinterhältigsten Praktiken in der modernen Gaming-Branche. Allerdings hat die Bundesregierung kürzlich beschlossen, erhebliche Schritte zu unternehmen, um dieses Problem anzugehen. Die Federal Trade Commission gab eine Vereinbarung mit Epic Games Inc., dem Erfinder von Fortnite, bekannt, die es Eltern ermöglicht, eine Rückerstattung für Einkäufe zu verlangen, die ihre Kinder ohne deren Erlaubnis getätigt haben.

Die Allgegenwart von In-Game- und In-App-Käufen

Seit einem Jahrzehnt dominieren In-Game-Käufe, Lootboxen und Mikrotransaktionen die Videospielbranche. Einige Spiele wie Fortnite werden als kostenlose Downloads angeboten, aber Spieler können gegen eine Gebühr neue Charaktere, Waffen und kosmetische Upgrades erwerben. Fortnite war Gegenstand vieler Debatten über In-Game-Käufe, da es ein breites Publikum anspricht. Obwohl es sich theoretisch um einen Shooter handelt, ist es aufgrund seiner Cartoon-Grafik und dem Fehlen gewalttätiger Bilder das Lieblingsspiel vieler junger Spieler, die online mit ihren Freunden spielen möchten. Infolgedessen wurden einige Kinder von Gleichaltrigen belästigt, weil sie In-Game-Güter nutzten, die in der kostenlosen Version verfügbar waren, und nicht beliebte Güter wie Star Wars und Marvel, die gekauft werden mussten.

Probleme im Zusammenhang mit nicht autorisierten In-Game-Käufen

Dieses Phänomen hat dazu beigetragen, dass einige Kinder aufgrund unzureichender Kontrollen auf den Verkaufsplattformen für Spielekonsolen ohne die Erlaubnis ihrer Eltern Einkäufe getätigt haben. Dies ist kein geringes Problem, da die FTC 37 Millionen Menschen darüber informiert, dass sie möglicherweise Anspruch auf eine Rückerstattung haben. Der Deal mit Epic Games beläuft sich auf mehr als eine halbe Milliarde Dollar. Einige Eltern haben sich darüber beschwert, dass ihre Kinder Ausgaben in Höhe von Hunderten von Dollar verursacht und in einigen Fällen sogar Überziehungskredite verursacht haben. Bei anderen Familien wurden Gebühren in Höhe von mehreren Tausend Dollar erhoben, sodass die Eltern ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Videospielunternehmen weisen Bedenken hinsichtlich der von Kindern getätigten Käufe seit langem zurück und schieben die Verantwortung auf die Eltern. Dieses Problem ist jedoch eng mit räuberischen Praktiken verbunden, die sich schnell zu einem Problem entwickelt haben, das die Aufmerksamkeit der Regierung verdient.

Die Problematik räuberischer Praktiken

Die unabhängige Gaming-Journalistin Stephanie Sterling verfolgt seit Jahren die Auswirkungen von In-Game-Käufen. In einem herzzerreißenden Video aus dem Jahr 2019 erzählte sie die Geschichten mehrerer psychisch kranker Spieler, die ihr finanzielles Leben durch Marketingtechniken in Spielen wie Fortnite ruiniert hatten.

Das Problem besteht nicht nur in der Möglichkeit, Erweiterungen zu erwerben. Entwickler von Videospielen versuchen bewusst, durch zufällige Belohnungen und zeitlich begrenzte Ereignisse (oft mit sehr schwierigen Anforderungen) Angst und Zwang bei potenziellen Kunden zu wecken, um geliebte Charaktere freizuschalten. Einige Unternehmen prahlen offen mit den Auswirkungen dieser Käufe auf bestimmte Spieler, die ihnen Milliarden von Dollar einbringen können.

Die FTC-Verordnung ist ein Fortschritt in der Regulierung der Videospielbranche

Die Vereinbarung mit Epic Games stellt einen kleinen Schritt vorwärts bei der Regulierung räuberischer Praktiken in der Spielebranche dar. Durch die Anerkennung, dass einige Spieler Einkäufe tätigen, für die sie nicht verantwortlich sind, ebnet sie den Weg für weitere Regulierung.

Europäische Länder haben Lootboxen als Glücksspielform, insbesondere für Minderjährige, bereits verboten. Dies ist einer der Gründe, warum diese Praxis in den letzten Jahren an Popularität verloren hat. Neue Spiele werden oft nur dafür gelobt, dass sie auf diesen umstrittenen Mechanismus verzichten.

Einkäufe im Spiel können verantwortungsvoll getätigt werden. Herunterladbare Erweiterungen, neue Charaktere und zusätzliche Spielmodi werden uns erhalten bleiben, da Spiele zunehmend versuchen, die Spieler zum Bezahlen zu bewegen. Allerdings wirken sich Spiele wie Fortnite, die auf ständige, zeitlich begrenzte Ergänzungen angewiesen sind, die echtes Geld kosten, negativ auf Kinder, Menschen mit Suchterkrankungen und Menschen mit Impulskontrollproblemen aus. Diese Vereinbarung ist der Beweis dafür. Obwohl die Glücksspielbranche seit Jahren behauptet, dass ihre Verkaufsplattformen ethisch einwandfrei seien und von der Branche gut kontrolliert würden, scheint die Bundesregierung zunehmend anderer Meinung zu sein. Wir hoffen, dass dies in Zukunft zu weniger finanziellen Katastrophen für Familien führen wird.

Quelle: www.houstonpress.com