Die Asienspiele begrüßen dieses Jahr zum ersten Mal Online-Gaming als offizielle Veranstaltung. Für sieben Flaggschiff-Titel geht es um Goldmedaillen. Bei den Asienspielen gibt es seit langem auch andere „Gedankenspiele“ wie Bridge und Schach, daher ist es keine Überraschung, dass die äußerst beliebten und lukrativen E-Sport-Wettbewerbe in den Zeitplan aufgenommen werden. Mehr als 30 Länder nehmen an dem Wettbewerb teil und es wird erwartet, dass die Gastgeber Südkorea und China die mit Spannung erwartete zweiwöchige Veranstaltung dominieren werden. Der Wettbewerb umfasst fünf Desktop-Spiele und zwei Handyspiele, die sowohl Online-Multiplayer- (MOBA) als auch Einzelspieler-Genres umfassen. Die Liste der Spiele umfasst: League of Legends, Arena of Valor Asian Games Version (auch bekannt als Honor of Kings); Peace Elite Asian Games-Version (auch bekannt als PUBG Mobile); Dota 2; Dream Three Kingdoms 2; Street Fighter V: Champion Edition; und EA Sports FC (auch bekannt als FIFA Online 4). Die Wettbewerbsformen variieren je nach Genre, es werden jedoch für jedes Spiel Goldmedaillen vergeben.
Es ist mehr als nur ein Spiel
Für südkoreanische Spieler wie Lee „Faker“ Sanghyeok, der vielen als der GOAT (Größter aller Zeiten) von League of Legends bekannt ist, steht noch mehr auf dem Spiel. Tatsächlich bedeutet der Gewinn einer Goldmedaille bei den Asienspielen, dass Männer von der Wehrpflicht befreit werden. E-Sport wurde erstmals bei den letzten Asienspielen in Jakarta, Indonesien, als Demonstrationssportart vorgestellt und erlebte einen unglaublichen Erfolg. Laut Newzoo, einem Unternehmen, das sich auf die Verfolgung des globalen Videospielmarktes spezialisiert hat, wird die Zahl der Spieler weltweit im Jahr 2023 voraussichtlich 3,38 Milliarden erreichen, was einem Anstieg von 6,3 % pro Jahr entspricht, wobei das Wachstum hauptsächlich durch Spiele auf Mobilgeräten getrieben wird. Schätzungen zufolge wird es bis Ende 2026 3,79 Milliarden Spieler geben. Der Jahresumsatz soll um 2,6 % auf 187,7 Milliarden US-Dollar steigen, wovon 46 % auf die Region Asien-Pazifik entfallen, gefolgt von Nordamerika (27 %). und Europa (18 %). Das stärkste Wachstum war jedoch im Nahen Osten und in Afrika zu verzeichnen.
Gaming: ein wachsender Trend
Das Crossover von Videospielen beschränkt sich nicht nur auf die Präsenz des E-Sports im Wettbewerb der Asienspiele. Newzoo hebt auch den Erfolg von Filmen und Fernsehserien hervor, die von Videospielen abgeleitet sind, wie etwa der Super Mario Bros.-Film und die HBO-Serie The Last of Us. „Gaming ist inzwischen vollständig in den Mainstream integriert“, betont das Unternehmen in seinem Bericht. „Mit jeder jüngeren Generation nimmt das Engagement für Spiele zu; Da aktuelle Spieler älter werden und neue Spieler hinzukommen, wird die Anzahl der Spieler weiter steigen.“ Doch obwohl E-Sport mittlerweile ein Wettbewerbsereignis bei den Asienspielen ist, ist seine Präsenz bei den Olympischen Spielen noch ungewiss. Das Internationale Olympische Komitee interessiert sich seit langem für das Potenzial von Videospielen und virtuellen Sportarten, junge Zuschauer anzulocken und für sie relevant zu bleiben. So debütierten Skateboarding und Surfen bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio, und Breakdance wird bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris hinzukommen. Allerdings sind einige etablierte Aspekte der Videospielkultur in der olympischen Familie nicht willkommen. „Wir müssen diesbezüglich eine ganz klare rote Linie ziehen“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach. „Und diese rote Linie wären E-Games, bei denen es sich um Gewaltspiele handelt oder die Gewalt oder irgendeine Form von Diskriminierung fördern.“ Das IOC hat diesen Monat eine offizielle Kommission für E-Sport ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, sich auf virtuelle Sportarten zu konzentrieren, wie etwa das Radfahren auf einem Indoor-Bike, das die Schwierigkeiten beispielsweise einer Bergetappe der Tour de France nachbildet.
Abschluss
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Asienspiele dieses Jahr zum ersten Mal E-Sport als offizielle Veranstaltung begrüßen. Dies ist ein Beweis für die wachsende Beliebtheit des Online-Glücksspiels und seine Fähigkeit, Millionen von Spielern auf der ganzen Welt anzulocken. Da Videospiele immer beliebter werden und ihren Platz in der Populärkultur finden, bleiben Fragen zur Einbeziehung von E-Sport in die Olympischen Spiele unbeantwortet. Eines ist jedoch sicher: E-Sport wird bleiben und Spieler auf der ganzen Welt weiterhin in seinen Bann ziehen.
Quelle: www.bing.com




