Entdecken Sie endlich das Videospiel, mit dem Sie die unglaubliche Geschichte von Avatar: The Last Airbender noch einmal erleben können! „Avatar: The Last Airbender – Quest for Balance“ verspricht ein fesselndes Erlebnis durch die ikonischen Momente der Serie, aber leider gelingt es ihm nie ganz, sein Versprechen zu halten. Dieses Spiel ist zweifellos die enttäuschendste Adaption der Serie seit M. Night Shyamalans Live-Action-Film. Zwischen mittelmäßigen Kämpfen, langweiligen Quests und einer Vielzahl schlampiger Rätsel warten Avatar-Fans weiterhin auf ein Spiel, das ihrer Leidenschaft würdig ist.
Eine Adaption, die zu wünschen übrig lässt
Quest for Balance unterteilt die Geschichte der drei Staffeln von Avatar in 18 Kapitel, in denen Schlüsselmomente der Serie sehr locker behandelt werden. Leider konzentrieren sich diese Kapitel oft auf die alltäglicheren Aspekte von Aangs Abenteuer und überfliegen die aufregenden Momente mithilfe von Textübergängen oder 2D-Animationssequenzen. Wichtige Ereignisse werden auf bloße Darstellung reduziert und der Spieler muss triviale Missionen erfüllen, wie zum Beispiel Obstkuchen ausliefern oder sich gesichtslosen Banditen stellen.
Uninteressante und sich wiederholende Rätsel
Die übermäßige Wiederverwendung mittelmäßiger Aktivitäten ist einer der Hauptfehler von Quest for Balance. Das Spiel bietet mehrere uninteressante Sequenzen vom Typ „Temple Run“, sich wiederholende Kämpfe und eine große Anzahl von Rätseln, die völlig unabhängig vom Avatar-Universum sind. Die Rätsel beruhen oft auf absurden Einschränkungen, etwa der Tatsache, dass Aang als Avatar nicht mit einer Fackel springen kann. Diese übermäßige Wiederholung und der Mangel an Originalität erwecken den Eindruck, dass das Spiel unabhängig vom Avatar-Universum entwickelt und dann an die Lizenz angepasst wurde.
Ein enttäuschendes Kampfsystem
Obwohl die elementaren Manipulationskräfte viele Möglichkeiten bieten, ist der Kampf in Quest for Balance mittelmäßig und es mangelt an Tiefe. Begegnungen laufen oft auf sich wiederholende Kampfsequenzen gegen uninteressante Feinde hinaus, mit ungenauen Hitboxen, die zu ständig fallenden Animationen führen. Sokka, ein Nebencharakter, entpuppt sich sogar als der stärkste Kämpfer, was die Unausgewogenheit des Kampfsystems verdeutlicht. Fähigkeitsbäume bieten interessante Verbesserungen, haben aber letztendlich kaum Einfluss auf das Gameplay.
Ein klobiges und fehlerhaftes Spiel
Quest for Balance leidet außerdem unter zahlreichen technischen Problemen. Die Steuerung ist dürftig und es kommt häufig vor, dass man in Standardsituationen stecken bleibt oder die Kamera vom Geschehen abgeschnitten wird. Darüber hinaus sind einige Aspekte des Spiels einfach kaputt, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Heilgegenstände für mehr verkauft werden, als sie kosten, wodurch unendlich viel Geld verdient werden kann und versteckte Gegenstände und Truhen völlig nutzlos werden.
Das verschenkte Potenzial
Trotz seiner vielen Mängel hätte Quest for Balance ein gutes Spiel werden können, wenn es besser ausgearbeitet worden wäre. Die 2D-Zwischensequenzen sind bezaubernd und einige Dialogmomente sind gut gespielt. Aber das Spiel leidet unter seinen uninteressanten Nebenquests, seiner mangelnden Vielfalt an Kampfstilen und seinem mangelnden Respekt vor der Originalgeschichte. Mit mehr Zeit und Aufmerksamkeit hätte dieses Spiel die Erwartungen der Fans erfüllen können, aber leider ist das nicht der Fall.
Quelle: www.ign.com



