Bethesda hatte mit Fallout 76 einen katastrophalen Start, und laut dem ehemaligen Designdirektor des Unternehmens, Bruce Nesmith, lag das an ihrer eigenen Arroganz. Bethesda hatte eine Reihe von Erfolgen mit Spielen wie The Elder Scrolls 4: Oblivion, Fallout 3, Skyrim und Fallout 4, aber Fallout 76, ihr erstes Multiplayer-Spiel, wurde bei seiner Veröffentlichung im Jahr 2018 heftig kritisiert.
„Die reichhaltige, trostlose Karte von Fallout 76 ist durch eine Reihe von Fehlern, widersprüchlichen Ideen und Monotonie beeinträchtigt“, sagte IGN damals. Laut Nesmith hielt Bethesda es für unfehlbar und konzentrierte sich nicht ausreichend auf das Spiel, was sich in den Startergebnissen widerspiegelte.
Er fügte hinzu: „In gewisser Weise hat uns unsere eigene Arroganz eingeholt. Wir hatten großen Erfolg, nicht nur in unseren eigenen Augen, sondern auch in der gesamten Branche als Spiele des Jahres anerkannt. Wir begannen uns davon zu überzeugen, dass wir unfehlbar waren. Und das ist offensichtlich nicht der Fall. »
Er erklärte auch, dass Fallout 76 als Reaktion auf die Nachfrage der Spieler nach einem Multiplayer-Spiel entwickelt wurde und nicht unter dem Einfluss von Führungskräften des Unternehmens. Allerdings hatte das Team keine Erfahrung mit der Entwicklung von Multiplayer-Spielen und konnte die Unterschiede im Erstellungsprozess nicht vorhersehen.
Seit seiner Veröffentlichung erfreut sich Fallout 76 dank regelmäßiger Updates und Erweiterungen durch Bethesda wieder wachsender Beliebtheit.
Fallout 5 und Modding
Auf das nächste Einzelspieler-Spiel der Fallout-Reihe müssen Fans noch warten. Todd Howard, der Regisseur und ausführende Produzent von Bethesda, hat bestätigt, dass Fallout 5 nicht vor The Elder Scrolls 6 erscheinen wird, was frühestens für 2028 geplant ist. Das bedeutet, dass Fallout 5 voraussichtlich Anfang der 2030er Jahre erscheinen wird.
Allerdings können sich Fans darauf verlassen, dass die Modding-Community neue Inhalte in das Spiel bringt. So ist beispielsweise die Fallout: London-Mod, die eine neue Karte, Charaktere und Quests bietet, so umfangreich wie ein offizieller DLC.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bethesda seine Fehler in Bezug auf den desaströsen Start von Fallout 76 eingestanden hat und auf Updates setzt, um das Spiel wieder zum Leben zu erwecken. Fans müssen noch ein paar Jahre warten, um das nächste Einzelspieler-Opus der Fallout-Reihe zu entdecken. Aber in der Zwischenzeit können sie sich an den Kreationen der Modding-Community erfreuen.
Quelle: www.ign.com





