Epic greift Google wegen Fortnite-Gebühren an und sagt, es habe Konkurrenten bezahlt | Technische Neuigkeiten

Epic Games vs. Google: Der rechtliche Showdown

Derzeit kommt es in San Francisco zu einem aufsehenerregenden Rechtsstreit, bei dem Epic Games Google vorwirft, Konkurrenten zu bezahlen, um diese am Wettbewerb mit seiner Play-Store-Plattform zu hindern. Finden wir heraus, was passiert ist:

Epics Vorwürfe und Googles Verteidigung

Epic Games reichte 2020 nach einem Streit um In-App-Kaufgebühren eine Klage gegen Google ein. Das Hauptargument dreht sich um den Vorwurf, dass Googles Betriebssystem Android und der dazugehörige Google Play Store ein illegales Monopol darstellten.

Der Prozess begann damit, dass der Anwalt von Epic Games, Gary Bornstein, Daten aus dem Jahr 2020 vorlegte. Der Google Play Store dominierte die App-Installationen mit 90 %, während der App Store von Samsung auf Android-Geräten nur eine minimale Präsenz aufwies. Bornstein argumentierte, dass Google den Wettbewerb unterdrücke, indem es Konkurrenten finanzielle Anreize biete, was seiner Meinung nach wettbewerbswidrig sei.

Ein weiterer bemerkenswerter Punkt war, dass Google eine Provision von 30 % auf In-App-Käufe im Google Play Store erhob. Dies bringt jährlich 12 Milliarden US-Dollar mit einer beachtlichen Gewinnspanne von 70 %, eine deutliche Steigerung gegenüber der Marge von 24 % im Jahr 2014. Epic Games bestreitet diese Praxis entschieden.

Trotz der Behauptung von Google, dass es Sideloading zulasse, antwortete Epic, dass es Nutzer aktiv davon abhält, es zu verwenden.

Epic Games möchte Google dazu zwingen, die Nutzung von App-Stores von Drittanbietern, seitlich geladenen Apps und Zahlungsabwicklern, die nicht von Google stammen, zu erleichtern. Google behauptet jedoch, dass die Erfüllung dieser Anforderungen die Fähigkeit von Android beeinträchtigen würde, ein sicheres Benutzererlebnis zu bieten und effektiv mit Apples iOS zu konkurrieren.

Unterschiedliche Perspektiven

Epic Games weist nicht nur die Charakterisierung von Google Play als Monopol zurück, sondern wirft Google auch vor, von seinem 1998 geprägten Gründungsslogan „Don’t be Evil“ abgewichen zu sein. Der Videospielentwickler behauptet, Google habe die Konkurrenz im Vertrieb systematisch unterdrückt von Android-Anwendungen durch eine Reihe vertraglicher und technischer Hindernisse.

Im Gegensatz dazu behauptet Google, dass Android einen stärkeren Wettbewerb bei der App-Verteilung bietet als jedes andere Betriebssystem und unterstreicht damit sein Engagement für die Förderung eines vielfältigen und wettbewerbsfähigen App-Ökosystems.

Apples Präzedenzfall

Es ist bemerkenswert, dass Epic Games im Jahr 2021 einen ähnlichen rechtlichen Schritt mit Apple verfolgte, nachdem ein ähnliches Szenario wie im Streit mit Google im Jahr 2020 verfolgt wurde. In beiden Fällen wurde Fortnite aufgrund der Implementierung seines proprietären Zahlungssystems durch Epic Games aus dem Google Play Store und App Store entfernt. Interessanterweise lehnte der Richter, der den Apple-Fall leitete, die Vorstellung ab, dass Apple als Monopolist agiere.

Dieser Rechtsstreit eröffnet eine neue Front in den anhaltenden kartellrechtlichen Herausforderungen, mit denen Google konfrontiert ist. Gleichzeitig verteidigt sich Google vor einem Gericht in Washington, wo das US-Justizministerium ihm vorwirft, den Suchmaschinenmarkt illegal zu monopolisieren.

Quelle: www.news9live.com