Bobby Kotick verlässt Activision Blizzard nach dem Kauf durch Microsoft offiziell

Bobby Koticks Abschied von Activision Blizzard

Nach der Übernahme des Call of Duty-Unternehmens durch Microsoft verlässt Activision Blizzard-CEO und Gründer Bobby Kotick das Unternehmen offiziell. Dies wurde bekannt gegeben, nachdem Phil Spencer, CEO von Microsoft Gaming, Kotick gebeten hatte, vorerst zu bleiben. Doch nun verlässt er definitiv ein Unternehmen, für das er eine lange Geschichte hat.

Nach Marktschluss im Oktober wurde berichtet, dass Kotick Microsoft verlassen würde. Offenbar erhielt er ein riesiges Vergütungspaket in Höhe von 400 Millionen Dollar.

Änderungen innerhalb von Activision Blizzard

Activision Blizzard hat mit dem Abgang wichtiger Persönlichkeiten eine neue Organisation angekündigt. Phil Spencer hat die Entscheidung getroffen, Bobby Kotick nicht direkt zu ersetzen, sondern eine neue hierarchische Struktur mit der Ernennung mehrerer Führungskräfte einzuführen, darunter Mike Ybaara, Rob Kostich und Thomas Tippl, die direkt an Matt Booty, Manager der Xbox, berichten werden .

Auch die Kommunikation des Unternehmens wird durch den bevorstehenden Abgang von Lulu Meservey und Humam Sakhnini, Vizepräsident von Blizzard und King, erschüttert. Auch weitere Abgänge sind im März geplant, deren Namen jedoch noch nicht bekannt gegeben wurden.

Kontroversen und Klagen

Bobby Kotick stand im Mittelpunkt mehrerer Kontroversen, bei einer der jüngsten ging es um eine Klage des Staates Kalifornien. Laut dieser Beschwerde förderte Activision Blizzard angeblich eine giftige Arbeitskultur und sexuelle Belästigung. Um diesen Fall beizulegen, erklärte sich das Unternehmen bereit, 54 Millionen US-Dollar an den Staat sowie 47 Millionen US-Dollar an weibliche Mitarbeiter zu zahlen, die von 2015 bis 2020 für das Unternehmen gearbeitet hatten.

Auch gegen den Vorstand von Activision, darunter Bobby Kotick, wurde eine Untersuchung durchgeführt, es wurden jedoch keine Hinweise auf Fehlverhalten gefunden. Dennoch hat das Unternehmen Schritte unternommen, um die Transparenz und Verantwortlichkeit innerhalb seiner Organisation zu verbessern.

Zusätzlich zu diesem Fall hat Activision Blizzard in den letzten Jahren mehrere andere Fälle beigelegt, darunter einen weiteren Fall wegen sexueller Belästigung bei der Federal Equal Employment Commission und einen Fall wegen Nichtoffenlegung von Informationen gegenüber Investoren bei der SEC.

Quelle: www.gamespot.com