GTA 6-Hacker zu unbefristeter Haft in einem sicheren Krankenhaus verurteilt

Hacker, der für Leaks zu Grand Theft Auto 6 verantwortlich ist, zu unbefristeter Krankenhauseinweisung verurteilt

Ein Hackermitglied der internationalen Hackergruppe Lapsus$, der für die Weitergabe Dutzender Clips des Spiels in der Entwicklung von Grand Theft Auto 6 verantwortlich ist, wurde zu einer unbefristeten Unterbringung in einem sicheren Krankenhaus verurteilt. Diese Verurteilung folgt auf eine Reihe von Angriffen des Konzerns, insbesondere gegen renommierte Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Samsung und Uber.

Der Hacker Arion Kurtaj wurde aufgrund einer medizinischen Diagnose von akutem Autismus als unfähig befunden, vor Gericht zu stehen. Obwohl Kurtaj zuvor wegen eines Angriffs auf Nvidia angeklagt worden war, gelang es ihm, sich mit einem Amazon Firestick, seinem Hotelfernseher und einem Mobiltelefon in die internen Systeme von Rockstar zu hacken. Anschließend veröffentlichte er die Vorschauen und den Quellcode des Spiels im Online-Forum GTAForums.

Kurtajs Verteidigung argumentierte, dass der Erfolg des jüngsten GTA 6-Trailers darauf hindeutet, dass es keine messbaren negativen Auswirkungen der Piraterie auf Rockstar gebe. Das Studio behauptete jedoch, es habe 5 Millionen US-Dollar und Tausende von Personalstunden gekostet. Der Prozess endete damit, dass Kurtaj zu einem unbefristeten Aufenthalt in einem sicheren Krankenhaus verurteilt wurde, mit der Möglichkeit einer Freilassung, wenn die Ärzte glauben, dass er keine Gefahr mehr für andere darstellt.

Grand Theft Auto 6-Leaks: eines der größten Leaks in der Geschichte der Videospiele

Es wird angenommen, dass die Leaks zu Grand Theft Auto 6 zu den umfangreichsten in der Geschichte der Videospiele gehören. Sie betrafen den Quellcode des Spiels sowie 90 Auszüge, alle mit unvollendetem Inhalt und anderen Elementen in der Entwicklung. Diese Videos wurden vom Herausgeber Take-Two Interactive schnell entfernt und Rockstar bestätigte kurz darauf in einer öffentlichen Erklärung die Realität des Angriffs.

Neben Kurtaj wurde ein weiteres 17-jähriges Mitglied der Gruppe Lapsus$ vor Gericht gestellt und verurteilt. Mehrere andere Mitglieder der Gruppe bleiben jedoch auf freiem Fuß und werden aktiv gesucht.

Gleichzeitig wurde die Videospielbranche Opfer eines weiteren massiven und verheerenden Angriffs, diesmal gegen Insomniac Games. Hacker drohten damit, vertrauliche Unternehmensinformationen herauszugeben, sofern sie kein Lösegeld zahlten, und gaben letztendlich 1,67 Terabyte an Daten zu den Spielen von Insomniac, Geschäfts- und Vertragsinformationen von Sony sowie persönliche Informationen zu Mitarbeitern frei. Sony hat auf diesen Vorfall bisher nicht reagiert.

Quelle: www.ign.com