Teenager-Hacker aus „GTA VI“ zu lebenslanger Haft im Krankenhaus verurteilt

Teenager wegen Hacking von Rockstar Games zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein jugendliches Mitglied der Hackerbande Lapsus$ wurde zu lebenslanger Krankenhausstrafe verurteilt, weil es Rockstar Games gehackt und GTA VI-Filmmaterial geleakt hat. Der 18-Jährige aus Oxford, England, war bereits wegen Hackerangriffen auf Nvidia und den britischen Telekommunikationsbetreiber BT auf Kaution freigelassen worden, als er den Rockstar-Hack durchführte. Obwohl er sich in einem Hotel unter Polizeischutz befand, gelang es Kurtaj, mit einem Amazon Firestick, dem Fernseher des Hotels und einem Mobiltelefon in die Systeme von Rockstar einzudringen.

Details zum Hack

Insgesamt sind rund 90 Clips von GTA VI durchgesickert, die über eineinhalb Stunden Gameplay repräsentieren. Kurtaj gelang es auch, in den Slack-Kanal des Unternehmens einzudringen und eine Warnung auszusprechen: „Wenn Rockstar mich nicht innerhalb von 24 Stunden per Telegram kontaktiert, werde ich mit der Veröffentlichung des Quellcodes beginnen.“ »

Konsequenzen für Rockstar

Kurz darauf veröffentlichte Kurtaj die Schnipsel und den Quellcode in einem Videospielforum. Dieses Leck war ein schwerer Schlag für Rockstar, das in Sachen Spieleentwicklung bekanntermaßen verschwiegen ist und oft jahrelang keine Updates zu seinen Projekten veröffentlicht, insbesondere zum GTA-Franchise. Berichten zufolge kostete der Hack das Unternehmen 5 Millionen US-Dollar sowie Entwicklerzeit.

Urteil und Satz

Kurtaj wurde erneut festgenommen und vor dem Prozess festgehalten. Vor Gericht sagte Rockstar, der Hack habe das Unternehmen 5 Millionen US-Dollar sowie Entwicklerzeit gekostet. Die Staatsanwälte sagten vor Gericht, dass Kurtaj, der an schwerem Autismus leidet, in der Haft gewalttätig gewesen sei. Die Ärzte hielten ihn für verhandlungsunfähig. Dementsprechend bestand die Aufgabe der Jury darin, festzustellen, ob er den Hackerangriff begangen hatte, und nicht, ob er eine kriminelle Absicht dazu hatte.

Als Beweis wurde eine Beurteilung des psychischen Gesundheitszustands von Kurtaj herangezogen, in der detailliert dargelegt wurde, dass er „weiterhin seine Absicht geäußert habe, so bald wie möglich zur Cyberkriminalität zurückzukehren“. » „Er ist sehr motiviert“, heißt es in der Bewertung.

Eine lebenslange Haftstrafe

Kurtajs Urteil bedeutet, dass er für den Rest seines Lebens in einem sicheren Krankenhausgefängnis im Vereinigten Königreich bleiben wird.

Quelle: www.yahoo.com