Arion Kurtaj, 18-jähriges Hacking-Genie, für unbestimmte Zeit im Krankenhaus
Arion Kurtaj, der 18-Jährige, der GTA-6-Videos durchsickerte und die gefürchtete Hacking-Gruppe LapsusS orchestrierte, wurde für seine kühne Hacker-Serie zu einer unbefristeten Krankenhauseinweisung statt zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Die Entscheidung zur Krankenhauseinweisung wurde während der Urteilsverhandlung vor dem Guildford Magistrates’ Court getroffen, was bedeutete, dass Kurtaj in einer sicheren Einrichtung bleiben würde, bis die Ärzte ihn nicht mehr als potenzielle Bedrohung betrachteten.
Die Aktivitäten von LapsusS und der GTA-6-Hack
Der Jugendliche aus Oxford war Teil von LapsusS, der Bande, die es auf Technologiegiganten wie Nvidia und Uber abgesehen hatte. Die Veröffentlichung von Grand Theft Auto 6-Videos hatte in den letzten Monaten bereits für Schlagzeilen gesorgt. Ihm wurde vorgeworfen, bis zu 90 Videos des noch nicht veröffentlichten Spiels GTA 6 gestohlen und einige davon im Internet verbreitet zu haben.
Das Urteil und die Anklage
Die Entscheidung folgt auf einen zweimonatigen Prozess gegen Kurtaj vor dem Southwark Magistrates’ Court in London. Zusammen mit einem 17-jährigen Komplizen galt er als „Schlüsselakteur“ des Cyber-Einbruchs. Laut Psychiatern war Kurtaj aufgrund seines schweren Autismus nicht verhandlungsfähig. Daher musste die Jury entscheiden, ob er der Anklage schuldig war oder nicht.
Die Jury befand Kurtaj während seiner Reihe von Cyber-Einbrüchen in zwölf Straftaten für schuldig, die von Erpressung und Betrug bis hin zu unerlaubten Cyber-Handlungen und der Nichtbefolgung polizeilicher Aufforderungen reichten.
Drohungen gegen Rockstar Games
Im Rahmen dieses laufenden Verfahrens hatte Kurtaj Rockstar Games damit gedroht, gestohlenen Quellcode für die GTA-Fortsetzung preiszugeben. Er fügte hinzu: „Wenn Rockstar mich nicht innerhalb von 24 Stunden per Telegram kontaktiert, werde ich anfangen, den Quellcode preiszugeben. Kurtajs Verteidigung argumentierte jedoch, dass sein Mandant „der verwundbarste Teenager“ sei und gewaltigen Gegnern gegenüberstehe, darunter multinationale Konzerne und Geheimdienste.
Dieser Satz ist zweifellos einzigartig und wirft Fragen zur Rolle der psychischen Gesundheit bei Cyberkriminalität auf. Es zeigt auch, dass die raffiniertesten Hacker gegenüber mentalen Gegnern anfällig bleiben können, wie der aktuelle Fall zeigt. Darüber hinaus stellt die Entscheidung eine Abkehr von den üblichen Strafmaßnahmen der Gerichte gegen Straftäter dar. Hierbei handelt es sich um einen Rehabilitationsansatz für junge Menschen, die an Cyberkriegshandlungen beteiligt sind und gleichzeitig an komplexen psychischen Störungen leiden.
Quelle: techreport.com




