Cyberkriminalität trifft die Videospielbranche hart
Da sich das Jahr 2023 dem Ende zuneigt, wird Cyberkriminalität zu einem kritischen Thema in der Gaming-Branche. Insomniac Games, der berühmte Entwickler von Marvels Spider-Man und seiner Fortsetzung Spider-Man 2, wurde kürzlich Opfer eines Datenlecks. Fast 1,6 TB an Informationen, darunter in der Entwicklung befindliche Versionen des nächsten Marvel’s Wolverine-Spiels, ein Zeitplan für kommende Spiele sowie persönliche Mitarbeiterdaten, wurden von Hackern online gestellt. Dieser Angriff war schockierend, aber es ist nicht der einzige, dem ein großer Spieleentwickler in den letzten Jahren ausgesetzt war. Letztes Jahr wurde Rockstar Games gehackt und 90 frühe Entwicklungsvideos von GTA 6 wurden online durchgesickert.
GTA 6-Hack: Was ist passiert?
Eines der größten Spielelecks der letzten Jahre, das frühe Gameplay-Videoleck von GTA 6, erschütterte Rockstar Games im September 2022. Ein Hacker, der sich selbst „teapotuberhacker“ nannte, ließ 90 Gameplay-Videos aus der frühen Entwicklung des nächsten GTA-Spiels online auf der GTAForums-Plattform durchsickern. Obwohl Take-Two Interactive, der Herausgeber der GTA-Spiele, umgehend die Entfernung der illegal erlangten Videos forderte, wurden diese bereits millionenfach in den sozialen Medien erneut gepostet. Die Glaubwürdigkeit der Videos wurde vom Bloomberg-Journalisten Jason Schreier schnell über Rockstar-Quellen bestätigt. Rockstar Games bestätigte außerdem, dass es sich tatsächlich um Gameplay-Videos der frühen Entwicklung von GTA 6 handelte. Der Spieleentwickler twitterte, dass der Hacker illegal Daten von den Servern von Rockstar erhalten habe, darunter „Videos der frühen Entwicklung“ des nächsten Grand Theft Auto-Spiels. Später kam man zu dem Schluss, dass die Hackergruppe LAPSUS$ hinter dem Angriff steckte, wobei Arion Kurtaj aus Oxford, auch bekannt als „teapotuberhacker“ auf GTAForums, die Videos veröffentlichte.
Gefängnisstrafe
Im August kam eine Jury zu dem Schluss, dass Kurtaj hinter den Angriffen auf Rockstar Games steckte. Der 18-jährige Kurtaj, der an Autismus leidet, wurde nun von einem britischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt, das entschied, dass der Hacker eine Bedrohung für die Öffentlichkeit darstelle. Nach Angaben des Gerichts war Kurtaj „in der Haft gewalttätig gewesen und es gab Dutzende Berichte über Verletzungen oder Sachschäden“, berichtete die BBC. Der Hacker wurde auch einer psychischen Untersuchung unterzogen, bei der festgestellt wurde, dass er „weiterhin die Absicht geäußert hatte, sich so schnell wie möglich wieder der Cyberkriminalität zu widmen“.
Quelle: www.bing.com




