Microsofts Kehrtwende gegenüber der Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde im Vereinigten Königreich
Der Vorsitzende von Microsoft, Brad Smith, hat seine Haltung gegenüber der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) etwas geändert und zugegeben, dass ihr ursprünglicher Plan, die Übernahme von Activision Blizzard durch das Unternehmen zu blockieren, „hart und fair“ gewesen sei.
In einem Interview mit der BBC-Sendung „Today“ Anfang dieser Woche sagte Smith, dass dies tatsächlich „Microsoft dazu veranlasst habe, die von uns vorgeschlagene Übernahme zu ändern, indem Activision Blizzard sich von einigen Rechten trennte, die die CMA in Bezug auf Cloud-Gaming betrafen.“ »
Smith fuhr fort: „Ich glaube, dass die CMA ihre Position bestätigt und dennoch einen pragmatischen Weg für Innovation und Investitionen geschaffen hat.“ Ich denke, es ist für alle von Vorteil. »
Die anfängliche Ablehnung der CMA und die Reaktion von Microsoft
Letztes Jahr traf die CMA zunächst die eher überraschende Entscheidung, den geplanten Kauf von Activision Blizzard durch Microsoft zu blockieren. Im April 2023 äußerte die CMA Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Deals auf den Cloud-Gaming-Sektor.
Als Reaktion auf die Entscheidung der Regulierungsbehörde nannte Smith sie „schlecht für Großbritannien“ und fügte hinzu, dass es „wahrscheinlich der dunkelste Tag unserer vier Jahrzehnte im Vereinigten Königreich“ sei. »
„Dies erschüttert unser Vertrauen in die Zukunft der Chance, ein Technologieunternehmen in Großbritannien aufzubauen, mehr als je zuvor“, sagte Smith damals.
Als spätere Wende zu dieser erschütterten Zuversicht betonte Smith gegenüber der BBC die Zusage von Microsoft, in den nächsten drei Jahren 2,5 Milliarden Pfund in die KI-Infrastruktur des Vereinigten Königreichs zu investieren.
Neuer Vorschlag von Microsoft und CMA-Genehmigung
Nachdem die CMA den Activision Blizzard-Deal abgelehnt hatte, legte Microsoft einen überarbeiteten Vorschlag vor, um die Regulierungsbehörde zu beschwichtigen, und erklärte, dass es die Streaming-Rechte für alle Activision Blizzard-Spiele, die in den nächsten 15 Jahren veröffentlicht werden, an Ubisoft verkaufen würde, wenn die neue Vereinbarung angenommen würde. Damit war die CMA zufrieden, die den Deal im September vorläufig genehmigte.
Im Oktober genehmigte die CMA dann offiziell die Übernahme des Call of Duty-Riesen durch Microsoft.
Abschluss der Akquisition
Nach fast zweijährigen Verhandlungen und Gerichtsverfahren kaufte Microsoft am selben Tag schließlich Activision Blizzard für satte 68,7 Milliarden US-Dollar.
Durch diese Übernahme besitzt Microsoft nun Titel wie Call of Duty, World of Warcraft und Overwatch sowie die Rechte an Spielen wie Spyro, Skylanders und Guitar Hero. Es besitzt auch Activision Blizzards riesige King-Mobile-Sparte, die für ihre äußerst erfolgreiche Candy Crush Saga bekannt ist.
Quelle: www.eurogamer.net





