Der Oberste Gerichtshof der USA weigert sich, die Berufung von Epic Games und Apple im Streit um den App Store anzuhören
Der Oberste Gerichtshof der USA hat sich geweigert, Berufungen sowohl von Epic Games als auch von Apple in ihrem langjährigen App-Store-Streit anzuhören. Dies bedeutet, dass ein Urteil des Berufungsgerichts gegen Apple bestehen bleibt. Laut Bloomberg haben die Richter des Obersten Gerichtshofs „beide Berufungen ohne Begründung abgewiesen“. Bloomberg weist darauf hin, dass sich der Schritt für Apple „wahrscheinlich auf Einnahmen in Milliardenhöhe auswirken wird“, und die Aktien fielen nach der Ankündigung. Diese Nachricht bedeutet jedoch einen ebenso großen, wenn nicht sogar größeren Verlust für Epic Games. Das ursprüngliche Gericht entschied in dem Fall in neun von zehn Punkten gegen den Fortnite-Ersteller und in nur einem Punkt gegen Apple. Epic Games hätte also viel mehr von einem solchen Aufruf profitieren können.
Nach derzeitigem Stand bedeutet dies, dass eine Entscheidung des Berufungsgerichts zur Aufrechterhaltung der ursprünglichen Gerichtsentscheidung in Kraft treten wird. Diese Änderung verhindert, dass Apple Entwickler daran hindert, Kunden vom App Store auf andere Websites umzuleiten, damit diese Zahlungen tätigen können. Ein wichtiges Beispiel ist Spotify, das es iPhone-Nutzern derzeit nicht erlaubt, den Dienst über den App Store zu bezahlen, da Apple eine Provision von 30 % auf Zahlungen erheben würde. Allerdings ist Spotify derzeit auch daran gehindert, Nutzern einen Link zu seiner Website anzubieten, damit diese Zahlungen außerhalb des App Stores tätigen können – eine Praxis, der dieses Gerichtsurteil ein Ende setzen wird.
Das Ende einer App-Store-Ära
Es sieht so aus, als ob dies das Ende der Epic Games vs. Apple-Saga bedeuten könnte, die fast vier Jahre gedauert hat. Es ist lange her, dass Epic Games absichtlich gegen die App Store-Regeln von Apple verstoßen, sein Fortnite-Video veröffentlicht und anschließend eine massive Klage gegen Apple eingereicht hat. Damals behauptete Epic, Apple sei ein Monopolist mit unfairer Kontrolle über den Vertrieb und die Bezahlung von Apps auf iOS – das Gericht wies jedoch fast alle seiner Behauptungen ab.
Wie Epic hat Apple versucht, die Urteile in diesem Fall anzufechten, obwohl es in einer viel besseren Position ist als Epic Games und als viele es sich vorgestellt hätten. Die Ablehnung des Obersten Gerichtshofs in dieser Woche dürfte den jüngsten Versuch im Kampf gegen die Maßnahmen darstellen.
Wie bereits erwähnt, wird diese Entscheidung Apple theoretisch einen Teil seiner App-Store-Einnahmen entziehen, obwohl die Bedeutung dieser Entscheidung nicht überbewertet werden darf. Viele der am stärksten betroffenen Dienste, wie Spotify und die Kindle-Plattform von Amazon, haben ihre Abonnements bereits aus dem App Store „gezogen“ und zahlen seit Jahren keinerlei Einnahmen an Apple.
Abgesehen von den Änderungen im App Store könnte dies auch der endgültige Schlag für Fortnite auf dem iPhone und iPad über den Apple App Store sein, sofern Epic Games nicht beschließt, das Spiel zurückzubringen.
Quelle: www.bing.com





