Riot Games kündigt die Entlassung von 530 Mitarbeitern und die Schließung von Riot Forge an

Riot Games kündigt Massenentlassungen an, von denen etwa 530 Personen oder etwa 11 % der weltweiten Belegschaft betroffen sind. Nach Angaben des Unternehmens seien diese Maßnahmen „eine Notwendigkeit“ und nicht dazu gedacht, „die Aktionäre zufriedenzustellen“.

Die Gründe für die Entlassungen

A. Dylan Jadeja, CEO von Riot Games, erklärte, dass die Entlassungen auf eine Reihe „erheblicher Risikobereitschaft“ und eine schnelle Expansion des Unternehmens zurückzuführen seien. Allerdings scheinen diese Investitionen nicht die erwarteten Ergebnisse zu bringen. Die Kosten des Unternehmens haben ein untragbares Niveau erreicht und lassen kaum Raum für Experimente oder Misserfolge, was für ein kreatives Unternehmen wie ihres von entscheidender Bedeutung ist.

Das Unternehmen hat verschiedene Ansätze ausprobiert, um seinen Kurs zu ändern, aber es hat sich gezeigt, dass diese Änderungen nicht ausreichen. Daher sind drastischere Maßnahmen erforderlich, einschließlich eines Personalabbaus, der die wichtigste Investition des Unternehmens darstellt.

Plan zur Umsetzung von Entlassungen

Jadeja erklärt, dass der Kündigungsprozess innerhalb einer Stunde nach der Ankündigung beginnen und je nach den örtlichen Gesetzen in den kommenden Wochen abgeschlossen sein wird. Das Unternehmen bietet allen Lizenznehmern ein Mindestgehalt von sechs Monaten, Bargeldprämien und eine Reihe weiterer Vorteile und Unterstützungen. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter gebeten, Besprechungen für die kommende Woche abzusagen und nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten.

Änderungen in den Firmenkennzeichnungen

Zusätzlich zu den Entlassungen gibt Riot Games nach der Veröffentlichung von Bandle Tale auch sein Riot Forge-Label auf. Von Riot Forge wurde erwartet, dass es Spiele von Drittstudios unter Verwendung des geistigen Eigentums von Riot produziert, diese Projekte werden jedoch nicht mehr als entscheidend für die Zukunft des Unternehmens angesehen.

Was den Rest des Riot-Portfolios betrifft, werden sich die Bemühungen auf League of Legends, Valorant, Teamfight Tactics und Wild Rift konzentrieren, während Legends of Runeterra weitergeführt wird, jedoch mit einer Reduzierung ihres Teams.

Auswirkungen von Entlassungen auf die Branche

Diese Entlassungen bei Riot Games kommen zu einer Reihe von Massenentlassungen in der gesamten Videospielbranche hinzu. Im vergangenen Jahr haben branchenweit etwa 10.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren, und allein im ersten Monat des Jahres 2024 nähert sich diese Zahl schnell der 4.000. Dieser Trend scheint sich das ganze Jahr über fortzusetzen.

Quelle: www.ign.com