Kürzlich wurde die neue Technologieverordnung der Europäischen Union namens Digital Markets Act (DMA) verabschiedet, die sich an digitale „Gatekeeper“ wie Apple richtet und von ihnen verlangt, unter anderem App-Stores von Drittanbietern zuzulassen. Durch die Einhaltung der neuen Vorschriften hat Apple noch höhere Gebühren eingeführt, und Entwickler, die Apps auf iOS veröffentlichen, sind unzufrieden.
Die Reaktionen
Sarah Bond von Xbox äußert sich zuletzt zur Gebührenstruktur und zitiert einen Tweet von Spotify-Chef Daniel Ek, in dem er behauptet, die neuen Gebühren seien lediglich eine Möglichkeit, Entwickler zu zwingen, beim Status quo zu bleiben. „Wir glauben, dass konstruktive Gespräche zu Veränderungen und Fortschritten hin zu offenen Plattformen und mehr Wettbewerb führen. „Apples neue Richtlinie ist ein Schritt in die falsche Richtung“, sagte Bond in seinem Tweet. „Wir hoffen, dass sie das Feedback zu ihrem vorgeschlagenen Plan berücksichtigen und auf eine integrativere Zukunft für alle hinarbeiten.“
Die Richtlinienänderung für die EU zog auch Kommentare von Tim Sweeney, CEO von Epic, nach sich, der seit Jahren mit Apple wegen seiner App-Store-Richtlinien im Konflikt steht. Sweeney bezeichnete die neuen Gebühren als „einen hinterhältigen neuen Fall böswilliger Compliance“.
Das Hauptproblem
Das Hauptproblem, das Entwickler verärgert, ist eine Pauschalgebühr von 50 Cent, die für jede Installation einer App nach 1 Million Installationen gilt und ins Spiel kommt, wenn Entwickler ihre Apps über einen Store eines Drittanbieters vertreiben möchten. Auch jedes Unternehmen, das einen eigenen Store betreibt, muss die 50-Cent-Gebühr pro Installation zahlen, ohne die Schwelle von einer Million Nutzern. Die Europäische Kommission sagte, sie werde erst nach Inkrafttreten des DMA im März eine Antwort auf die Richtlinienänderungen von Apple herausgeben, was schwerwiegende Folgen hätte, wenn Apple die neuen regulatorischen Anforderungen nicht einhält.
Epic hat angekündigt, dass es dank regulatorischer Änderungen endlich plant, Fortnite wieder auf iOS in Europa zu veröffentlichen. Xbox plant außerdem, in Zukunft einen eigenen Mobile-Games-Store zu eröffnen, unterstützt durch die kürzliche Übernahme des Mobile-Gaming-Riesen King im Rahmen des Activision-Blizzard-Deals.
Quelle: www.gamespot.com





