Die Entwicklung von „Vorgestern“: Missbrauchsvorwürfe aufgedeckt.

Vorwürfe wegen Misshandlung und psychischer Belastung

Kürzlich wurde ein neuer Bericht über die Entwicklung von The Day Before veröffentlicht, der Vorwürfe über Misshandlungen durch Fntastic-Mitarbeiter hervorhebt. Dem Bericht zufolge sagten 16 ehemalige Mitarbeiter und ein Freiwilliger aus und lieferten damit einen alarmierenden Einblick in das Arbeitsumfeld bei Fntastic. Die Vorwürfe konzentrieren sich auf den Umgang mit Giftstoffen, insbesondere durch die Mitbegründer Eduard und Aysen Gotovtsev, sowie auf mangelnde Orientierung.

Ständige Überwachung und übermäßige Arbeitszeiten

Die Quellen von Game Two behaupteten auch, dass die Gotovtsevs nach Belieben Strafen verhängten und Mitarbeiter entlassen hätten. Beispielsweise wurden Berichten zufolge zwei Mitarbeiter zu einer Geldstrafe von 1.930 US-Dollar gezwungen, weil sie Sprachaufnahmen von „schlechter Qualität“ eingereicht hatten. Ein von Game Two erhaltener interner Arbeitschat zeigte Berichten zufolge, wie Eduard Gotovtsev die Entlassung eines Mitarbeiters wegen „Mangel an Willen“ ankündigte. Ehemalige Mitarbeiter erwähnten auch die interne Kommunikationsplattform von Fntastic namens Continent, die zur Überwachung der Produktivität eingesetzt wurde. Auch im Homeoffice, so heißt es in dem Bericht, könnten Arbeitsplätze überwacht und Mitarbeiter jederzeit kontaktiert werden, was zu einer „enormen psychischen Belastung“ führe. Die Quellen beschrieben eine Phase der „Krise“ als „allgegenwärtiges Thema“ bei Fntastic und sagten, sie müssten mehr als 16 Stunden am Tag arbeiten, ohne Wochenenden oder Freizeit.

Mangel an klarer Vision und enttäuschende Ergebnisse

Die Mitarbeiter behaupteten außerdem, dass es seitens des Managements „keine klare Vision“ hinsichtlich der Ausrichtung von „The Day Before“ gebe. Quellen zufolge waren sie häufig gezwungen, ihre Arbeit zu wiederholen, um mit den Trends der neuesten veröffentlichten Spiele Schritt zu halten. All diese Elemente führten zu einem stark kritisierten Spiel, das nur anderthalb Monate nach seiner Early-Access-Veröffentlichung eingestellt wurde. Fntastic wurde vier Tage nach der Veröffentlichung von The Day Before eingestellt und Steam arbeitete mit Mytona zusammen, um den Spielern Rückerstattungen zu gewähren. Damit ist die Geschichte von „The Day Before“ aber noch nicht zu Ende, denn Fntastic warf der Saga kürzlich in einer langen und bizarren Stellungnahme in den sozialen Medien eine „Hasskampagne“ vor, die jedoch schnell wieder gelöscht wurde.

Quelle: www.eurogamer.net