Epic Games greift Google im Kartellverfahren an: Wer hat Recht?
Tim Sweeney will die Wahrheit ans Licht bringen
Tim Sweeney, CEO von Epic Games, sagte am Montag aus, um über Google und seine Praktiken zu sprechen, die er als skrupellos bezeichnet. Ihm zufolge handelt es sich dabei um einen Schutzakt für ein räuberisches Zahlungssystem. Die Erklärung folgt auf eine Klage, die darauf abzielt, den Android-App-Store von Google zu destabilisieren.
Ein Versuch, den Android Store auf den Kopf zu stellen
Tim Sweeney verbrachte mehr als zwei Stunden damit, vor Gericht in San Francisco auszusagen, um seine Vision darzulegen. Seine Aussage erfolgte weniger als eine Woche, nachdem Google-Chef Sundar Pichai vor einer zehnköpfigen Jury verteidigt hatte, wie sein Unternehmen seinen Play Store für Android-Apps verwaltet.
Umstrittenes Zahlungssystem
Tim Sweeney behauptet, Google habe versucht, Epic mit einer Vielzahl finanzieller Anreize davon zu überzeugen, Fortnite im Play Store zu veröffentlichen, was jedoch abgelehnt wurde. Trotz dieses Scheiterns veröffentlichte Epic Fortnite schließlich im Jahr 2020 im Play Store, nachdem es einen geheimen Plan zur Umgehung des Provisionssystems ausgeheckt hatte.
Google verteidigt sich
Umstrittene Vorwürfe
Der Google-Anwalt Jonathan Kravis versuchte, das Image von Tim Sweeney zu diskreditieren und ihn als einen Manager darzustellen, der in erster Linie daran interessiert war, ein etabliertes Provisionssystem zu umgehen, um die Gewinne seines Videospielunternehmens zu steigern.
Auf anderen Plattformen akzeptierte Praktiken
Google wies durch seinen Anwalt auf die Provisionen von 30 % hin, die Epic Games an Sony, Microsoft und Nintendo für Transaktionen auf PlayStation-, Xbox- und Switch-Konsolen zahlt, während es mit diesen Plattformen ohne Beanstandung Gewinne in Milliardenhöhe einstreicht, was Fragen zur Position von Epic Games aufwirft diese Klage.
Quelle: Fortune.com





