Die britische Armee startet eine „Fortnite Experience“ namens Operation: Belong
Nach dem Erfolg des Spiels „America’s Army“ bei der militärischen Rekrutierung setzt die britische Armee nun auf ein neues „Fortnite-Erlebnis“ namens Operation: Belong. Dieses Experiment zielt darauf ab, neue Mitglieder in die Reihen der britischen Armee zu rekrutieren.
Der Start von Operation: Belong erfolgt im Rahmen eines von Influencern geleiteten Live-Wettbewerbs und ist für nächste Woche geplant. Die Influencer Yung Filly und Elz the Witch sind bereit, auf der Karte gegeneinander anzutreten. Allerdings bedarf diese Initiative noch der Genehmigung von Epic Games und ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich.
Epic Games, das Unternehmen hinter Fortnite, behält sich das Recht vor, die Karte der britischen Armee abzulehnen. In den Regeln für kommerzielle und gesponserte Inhalte heißt es, dass „die Rekrutierung zum Militär nicht gefördert werden soll“ und „Operation: Belong“ scheint eindeutig eine Rekrutierungsmaßnahme zu sein.
Gemischte Reaktionen und Kontroversen
Der Trailer stieß auf Twitter auf gemischte Reaktionen. Einige Leute finden die Karte lustig, während andere sie in einem kritischeren Kontext sehen und sie als „schreckliche Episode von Black Mirror“ bezeichnen. Der britischen Armee wird vorgeworfen, öffentliche Gelder für die Rekrutierung junger Menschen zu verwenden und ein irreführendes Bild der Armee zu schaffen.
Einige der Antworten auf den Tweet wurden ausgeblendet, sind aber weiterhin zugänglich, indem Sie auf das Symbol unten rechts im Video klicken. Diese unterstreichen die Bedenken der Öffentlichkeit gegenüber dieser Initiative und stellen die Ethik der Rekrutierung in Videospielen in Frage.
Risiken für Influencer und Kontroversen im Gaming-Markt
Weder Yung Filly noch Elz the Witch haben ihre Teilnahme am bevorstehenden Spiel in den sozialen Medien kommentiert. Der Einsatz von Videospielen zur gezielten Anwerbung junger Spieler (Fortnite ist für Jugendliche geeignet) zur Rekrutierung in die Armee stößt auf Widerstand, insbesondere bei jüngeren Spielern, die online stärker präsent sind. Die potenziellen Risiken, ihr Image mit dem des britischen Militärs in Verbindung zu bringen, haben sich aufgrund der jüngsten britischen Militäraktionen und der Fokussierung auf westliche bewaffnete Diplomatie im Allgemeinen verstärkt.
Dies ist nicht das erste Mal, dass ein Militärzweig Videospiele für Marketingzwecke nutzt. Diese Strategie wurde 2002 von der amerikanischen Armee initiiert und diente auch dazu, junge Menschen für die Streitkräfte zu gewinnen. Auch China intervenierte 2011 mit dem Spiel Glorious Mission mit der Volksbefreiungsarmee. Amerikanische Militärversuche im Bereich E-Sport und Streaming waren nicht immer von Erfolg gekrönt.
Die amerikanische Armee hatte insbesondere versucht, in Streaming-Kanäle auf Twitch zu investieren, wurde jedoch schnell mit Fragen zu Kriegsverbrechen konfrontiert und verwies auf die Risiken, die mit diesen Rekrutierungsinitiativen durch Videospiele verbunden sind.
Abschluss
Die britische Armee bereitet einen großen Fortnite-Wettbewerb vor, der auf ihrem aktiven Twitch-Kanal stattfinden soll. Trotz der potenziellen Kontroversen wirft diese Initiative ethische Fragen zur militärischen Rekrutierung durch Videospiele und zu den Risiken auf, denen die daran teilnehmenden Influencer ausgesetzt sind.
Quelle: www.pcgamer.com





