Fortnite, das bekannte Battle-Royale-Spiel, hat gerade ein neues Erlebnis für seine Spieler eingeführt: ein Holocaust-Museum. Dieses virtuelle Museum mit dem Namen „Voices of The Forgotten“ bietet Spielern ein lehrreiches Erlebnis, um mehr über die Geschichte des Holocaust zu erfahren. Das Museum erstreckt sich über zwei Etagen und zeigt Fotografien, Details über den Holocaust, die Ereignisse in dieser Zeit sowie historische Persönlichkeiten, deren Geschichten für jedermann sichtbar dokumentiert sind.
Ein virtuelles Museum für Bildung
Das Museum wurde von Luc Bernard gebaut, einem britischen Spieleentwickler hinter „The Light in the Darkness“, einem Spiel über eine Familie polnischer Juden in Frankreich während des Holocaust, und „Imagination is the Only Escape“, einem pädagogischen Titel für den Unterricht Kinder über den Holocaust. Bernard ist seit langem ein starker Befürworter der Holocaust-Aufklärung und der Rolle von Videospielen dabei.
Im Museum ist die Verwendung von Emotes und Waffen, zwei ikonischen Merkmalen von Fortnite, deaktiviert. Spieler können das Museum mit den Skins von Superhelden und Anime-Charakteren besuchen, in diesem Bereich jedoch nicht spielen. Das Museum verbindet somit Videospiele mit dem Konzept eines Metaversums, einer virtuellen Plattform, die es Nutzern ermöglicht, eigene Inhalte zu erstellen und diese mit anderen Spielern zu teilen.
Einschränkungen und Chancen
Im Gegensatz zu realen Museen gelten für virtuelle Museen andere Regeln. Im Fall von Fortnite erlaubt Epic Games nicht, dass auf den Inseln des Spiels gewalttätige oder traumatische Inhalte vorhanden sind, wodurch Exponate eingeschränkt werden, die den vollen Schrecken des Holocaust vermitteln möchten.
Dennoch bieten Videospielwelten neue Möglichkeiten. Großformatige Ausstellungen mit Zugnetzen zur Besucherführung sowie Flug- oder Teleportationsfunktionen sind in Game-Engines möglich. Natürlich müssen die Macher darauf achten, informative, wissensbasierte Erlebnisse zu schaffen. Fakten und einen respektvollen Umgang mit dem Thema .
Die neue Grenze der Bildung
Es lässt sich nicht leugnen, dass Fortnite und Minecraft, obwohl sie bei allen Altersgruppen beliebt sind, in erster Linie auf Kinder und Jugendliche abzielen. Diese virtuellen Ausstellungen könnten daher am ehesten die Aufmerksamkeit junger Zuschauer erregen, die dort lernen können. Darüber hinaus lässt sich argumentieren, dass diese Museen in virtuellen Welten die Menschen besser über Völkermorde aufklären könnten, als dies Schulen tun könnten.
Die Lernmöglichkeiten, die Plattformen wie Fortnite, Second Life und Minecraft bieten, sowie neu entstehende virtuelle Welten bieten spannende Perspektiven, um das Interesse der Lernenden zu wecken. Mit diesen Lerntools können Benutzer die Spiele, mit denen sie bereits vertraut sind, bequem von zu Hause aus erkunden und lernen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass virtuelle Museen in Videospielen das Potenzial haben, als neue Grenzen der Bildung zu dienen, ein umfassendes und zugängliches Erlebnis für alle zu bieten und dazu beizutragen, die Geschichte zu bewahren und das Bewusstsein für komplexe Themen zu schärfen.
Quelle: theconversation.com




