EA bereitet sich darauf vor, im Metaversum mit Fortnite und Roblox zu konkurrieren

Die Zukunft der Unterhaltung liegt in der Interaktivität, und diesen Trend will sich Electronic Arts (EA) mit seinem beliebten Spiel „Die Sims“ zunutze machen. Da Plattformen wie Roblox und Fortnite immer mehr Werbeausgaben anziehen, sieht EA „Die Sims“ als Chance, sich seinen Anteil am Medienkuchen zu sichern. Videospielplattformen kommen derzeit einer wirklich immersiven und dauerhaften digitalen Welt am nächsten, und Marken haben ihr Potenzial erkannt. Durch die Zusammenarbeit mit Spieleentwicklern geben Vermarkter Millionen von Dollar aus, um maßgeschneiderte virtuelle Erlebnisse innerhalb dieser Spiele zu schaffen, die zu wahren Metaversen geworden sind.

In der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2023 erwähnte EA den Begriff „Metaverse“ nicht, aber es ist klar, dass der Spieleentwickler das Umsatzpotenzial virtueller Plattformen erwägt, die auf benutzergenerierten Inhalten (User Generated Content, UGC) basieren. Samantha Ryan, Senior Vice President und General Manager von EA, die insbesondere Maxis Studios, den Entwickler von „Die Sims“, beaufsichtigt, sagt, es bestehe kein Zweifel daran, dass „Die Sims“ eines Tages die Popularität von Spielen wie Fortnite und Roblox erreichen werde .

Derzeit handelt es sich bei „Die Sims“ in erster Linie um ein Simulationsspiel, bei dem Spieler virtuelle Welten erschaffen und diese mit Charakteren bevölkern. Allerdings können Spieler im Gegensatz zu Roblox und Minecraft nicht in Echtzeit bei der Erstellung zusammenarbeiten. Im Bewusstsein dieses sozialen Aspekts arbeitet das Maxis-Entwicklerteam am nächsten Spiel der Serie, das derzeit unter dem Codenamen „Project Rene“ bekannt ist und es den Spielern ermöglichen wird, gemeinsam Wohnungen zu bauen. Diese neue Funktion ist eine Reaktion auf Anfragen von Spielern, die bereits Modifikationen („Mods“) entwickelt haben, um diese Zusammenarbeit zu ermöglichen. EA ist bestrebt, die Erwartungen der Community zu berücksichtigen, indem es Prototypversionen seiner Spiele mit einer ausgewählten Gruppe von Spielern testet, bevor sie sie offiziell veröffentlichen.

Zusätzlich zur Spielerzusammenarbeit hat EA auch ein kostenloses Live-Service-Modell für „Die Sims“ eingeführt. Während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen gab EA-CEO Andrew Wilson bekannt, dass das Basisspiel nun kostenlos spielbar sei und mehr als 10 Millionen neue Spieler in der Community willkommen geheißen habe. Dieser Übergang zu einem auf Live-Diensten basierenden Geschäftsmodell bringt „Die Sims“ näher an seine Metaverse-Konkurrenten heran.

Benutzergenerierte Inhalte (User Generated Content, UGC) sind seit langem ein Markenzeichen der „Die Sims“-Reihe. Spieler haben über 88 Millionen Downloads in der Galerie des Spiels erstellt und damit ein starkes Interesse daran gezeigt, ihre Kreationen zu teilen. Um den Zugang zu diesen Inhalten zu erleichtern, hat EA kürzlich eine Partnerschaft mit Overwolf angekündigt, dem Eigentümer von CurseForge, der größten Plattform zum Teilen von Online-Spielmods. Diese Zusammenarbeit stärkt EAs Position gegenüber Konkurrenten wie Minecraft. Um jedoch wirklich mit den großen Metaverse-Plattformen konkurrieren zu können, muss EA auch die Entwicklung einer robusteren Creator Economy unterstützen, die es Marken ermöglicht, ihre In-Game-Präsenz mit minimalem Eingriff von EA zu aktivieren.

Zusammenfassend sieht EA in „Die Sims“ eine Möglichkeit, sich im Universum des Metaversums zu etablieren. Das Spiel entwickelt sich zu einem Live-Service-Modell mit zusätzlichen Funktionen für die Zusammenarbeit mit Spielern und erleichterten Mod-Downloads. Mit diesen Änderungen hofft EA, neue Spieler anzulocken und ein immersiveres und sozialeres Erlebnis zu bieten. Aber um wirklich mit Metaverse-Giganten wie Fortnite und Roblox konkurrieren zu können, muss EA Marken in die Lage versetzen, Spielerlebnisse autonomer zu gestalten. Die Zukunft der Unterhaltung ist interaktiv und EA möchte ein Teil davon sein.

Quelle: www.bing.com