Kinder werden gemobbt, weil sie keine Fortnite-Skins kaufen: Studie

Die Auswirkungen von Videospielen auf Kinder: Studien zeigen besorgniserregende Trends

Soziale Auswirkungen von Videospielen

Aktuelle Studien aus Norwegen verdeutlichen den erheblichen Einfluss von Videospielen auf Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren und zeigen besorgniserregende Trends im Sozialverhalten und beim Geldausgaben. Ziel dieser Forschung war es, die Beziehung zwischen Kindern und beliebten Spielen wie FIFA, Fortnite und Warzone im Kontext der norwegischen Regierungsinitiative zu verstehen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass junge Spieler aufgrund fehlender kosmetischer Skins belästigt werden und In-Game-Gegenstände als soziale Währung genutzt werden, um an Popularität zu gewinnen. Die von Kamilla Knutsen Steinnes und Clara Julia Reich von der Oslo Metropolitan University durchgeführten Studien zeigen, dass das Auftreten eines Kindes in einem Spiel entscheidenden Einfluss darauf haben kann, wie seine Mitschüler es behandeln.

Druck, sich Trends anzupassen

Steinnes betonte: „Kinder können als arm bezeichnet werden, wenn sie kein Geld für ihre Charaktere ausgegeben haben. Wer Geld für seinen Spielcharakter ausgegeben hat, kann sich mehr Aufmerksamkeit und andere Vorteile verschaffen und sich dadurch seine Popularität erkaufen. » Darüber hinaus sind das digitale und das reale Leben von Kindern untrennbar miteinander verbunden, wobei Online-Auftritte genauso wichtig sind wie reale Outfits.

Reich fügte hinzu: „Es gibt keine klare Unterscheidung zwischen ihrer Online- und Offline-Welt. Dabei handelt es sich lediglich um unterschiedliche Teile der sozialen Welt, in denen sie navigieren, und das Aussehen bzw. die Haut sind wichtige Identitätsmerkmale. »

Ausgrenzung und Belästigung

Der Druck, sich an Gaming-Trends anzupassen und In-Game-Artikel zu kaufen, ist allgegenwärtig, angeheizt durch die ständige Werbung von Spiele-Publishern. Dieser Druck verstärkt das Gefühl der Ausgrenzung bei Kindern, die sich die Teilnahme nicht leisten können, und führt zu Belästigungen und sozialer Ächtung, wovon insbesondere Mädchen betroffen sind.

Ein 14-jähriges Mädchen, Sidra, sagte: „Ich hörte Dinge wie ‚Geh zurück in die Küche‘, und es war wie ‚Du bist ein Mädchen, stirb, stirb, stirb‘.“ Es war sehr anschaulich. »

Anfälligkeit von Kindern für Betrug

Darüber hinaus tappen Kinder im Gaming-Umfeld aufgrund mangelnder Kompetenz als Verbraucher und aggressiver Verkaufstaktiken wahrscheinlich in die Falle. Reich erklärte: „Das ist problematisch, weil Kinder und Jugendliche eine gefährdete Verbrauchergruppe sind, die sich auf nahezu unregulierten Märkten selbstständig bewegt.“ »

Quelle: www.bing.com