Das Spiel Vampire The Masquerade Bloodhunt hatte einen besonders schwierigen Veröffentlichungstermin. Eigentlich sollten die Mikrotransaktionen des Spiels entfernt werden, aber das verlief nicht wie geplant. Die Entwickler kündigten an, dass die Server online bleiben und regelmäßig neue Inhalte hinzugefügt werden. Die Entwicklung des Spiels wurde jedoch mangels ausreichender Spieler gestoppt.
Ein vielversprechender Start, gefolgt von Enttäuschungen
Bloodhunt wurde im April 2022 veröffentlicht und hat das VTM-Franchise kurzzeitig wiederbelebt. Etwas mehr als ein Jahr später gab Sharkmob jedoch bekannt, dass die aktive Entwicklung des Battle-Royale-Spiels eingestellt wurde und dass In-Game-Käufe am 26. September 2023 eingestellt würden. Leider bestätigten die Entwickler am Tag vor diesem Datum, dass Mikrotransaktionen dies tun würden verfügbar bleiben und dass die Pläne „verschoben“ wurden. Nachrichten, die die Spieler wahrscheinlich enttäuschen werden.
Mängel, aber auch interessante Aspekte
Es stimmt, dass Bloodhunt nicht perfekt war. Bei einigen Fraktionen herrschte bei der Veröffentlichung ein Ungleichgewicht, und Nerfs wurden zu spät angewendet. Darüber hinaus war die Veröffentlichung des Duo-Modus enttäuschend, da die langen Wartezeiten viele Spieler entmutigten. Auch die große Anzahl an Betrügern trug zur Verschlechterung des Spielerlebnisses bei. Trotz der Anwesenheit der Ventrue- und Tremere-Fraktionen konnte Bloodhunt einem traurigen Schicksal nicht entgehen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ich nicht zutiefst enttäuscht war. Ich habe viele Stunden mit diesem Spiel verbracht und mir sogar den Gründerpass gekauft. Es gelang mir sogar, meinen Partner davon zu überzeugen, mit mir zu spielen, und meine Liebe zu Bloodhunt führte mich in die Rollenspielwelt von Vampire: The Masquerade ein, die ich besonders reizvoll fand. Ich habe meinen ersten individuellen männlichen Charakter in einem Videospiel erstellt und er war einfach großartig. Das war natürlich zu erwarten, er war ein Toreador, ein echter Vampir.
Interessante Mechanik und gelungene Ästhetik
Trotz aller Mängel bot Bloodhunt interessante Spielmechaniken. Die Möglichkeit, verschiedene Buffs durch das Trinken von Blood Resolves zu stapeln, fügte dem Gameplay eine strategische Dimension hinzu. Jede Fraktion hatte ihre bevorzugte Blutauswahl, um ihre Fähigkeiten zu optimieren. Darüber hinaus fügten die von den verschiedenen Primogenen angebotenen Nebenquests dem Spiel zusätzliche Hintergrundgeschichten hinzu und machten es dadurch reicher und fesselnder. Ohne die prächtige Stadt Prag zu vergessen, eine der besten Spielkarten, die ich je in einem Videospiel entdecken durfte.
Was die Ästhetik betrifft, war Bloodhunt einfach unglaublich. Die Charakterkosmetik sah großartig aus und machte Lust, sie im Laufe des Spiels freizuschalten. Die Charakteranpassung war endlos und die Designs haben wirklich die Essenz von Vampire: The Masquerade eingefangen. Leider konnte sich Bloodhunt im bereits gesättigten Battle-Royale-Genre nicht wirklich hervorheben.
Die Konkurrenz ist schwer zu übertreffen
Es lässt sich nicht leugnen, dass Spiele wie Apex Legends, Warzone und Fortnite das Battle-Royale-Genre auf dem PC dominieren. Sie wurden zu Säulen des Genres und schufen ihren eigenen Kulturraum. Bloodhunt hatte trotz seiner Qualitäten Schwierigkeiten, mit diesen Giganten zu konkurrieren. Trotz seines großen Erfolgs war es für Vampire: The Masquerade Bloodlines schwierig, einen Platz gegen Apex Legends zu finden, das die Spieler seit seiner Veröffentlichung für sich gewinnen konnte.
Dennoch wird Prags Abenteuer in die düstere Welt von Vampire: The Masquerade in bitterer Erinnerung bleiben. Die Server bleiben aktiv, sodass die Spieler weiterspielen können, aber der Entwicklungsstopp bedeutet, dass ich nie sehen kann, wie ein malkavianischer Charakter in Bloodhunt aussieht. Mit der bevorstehenden Veröffentlichung von Bloodlines 2 und der Möglichkeit, das Originalspiel zu spielen, hoffe ich jedoch, dass das VTM-Franchise die Renaissance erleben wird, die es verdient.
Quelle: www.pcgamesn.com





