Die bereits umstrittene Entscheidung, das im Shooter Valorant verwendete Anti-Cheat-Tool zu League of Legends hinzuzufügen, scheint den Entwicklern Riot Games noch mehr Probleme zu bereiten. Das Studio hat ausführlich versichert, dass die neue Anti-Cheat-Software – zumindest nach ihrem Kenntnisstand – keine Hardwareausfälle bei Spielern verursacht, obwohl nach ihrer Einführung über größere Probleme berichtet wurde.
Vanguard und Reaktionen hinzugefügt
Vanguard wurde in Patch 14.9 zu League of Legends hinzugefügt und bringt das Anti-Cheat-System auf Kernebene, das bereits seit mehreren Jahren in Valorant verwendet wird, in das MOBA. Die Idee bestand darin, Bots, Cheater und andere Betrugsmethoden zu bekämpfen, wobei Riots Daten darauf basierten, dass jedes 15. LoL-Spiel unter irgendeiner Art von Betrug leidet. Das ist vom Konzept her gut gemeint, über die angewandten Methoden gibt es jedoch geteilte Meinungen. Vanguard wird vorgeworfen, hohe CPU-Kosten zu erfordern, effektiv als Spyware zu fungieren und Screenshots von den Computerbildschirmen der Spieler zu erstellen.
Seit der Veröffentlichung des Updates am 1. Mai wurden diese bestehenden Beschwerden tatsächlich von einem zusätzlichen Problem überschattet: Berichten zufolge verursachte Vanguard verschiedene Probleme auf den PCs der Spieler, die von Abstürzen bis hin zu fehlgeschlagenen Startvorgängen reichten, und sogar, dass die Software deren internes System veränderte Systemdateien.
Reaktion von Riot Games
Das gesamte Riot-Team nutzte den Subreddit „League of Legends“, um die Hinzufügung des Anti-Cheat-Systems zu verteidigen und zu behaupten, dass die gemeldeten Probleme in der überwiegenden Minderheit der Fälle auftraten. Sie bestritten, dass PCs wegen Vanguard vollständig gesperrt wurden.
Dem Beitrag zufolge „verlief die Bereitstellung gut und wir sehen bereits, dass Vanguard wie erwartet funktioniert“, mit einem deutlichen Rückgang der Anzahl der Bot-Konten in League. Riot behauptete, dass weniger als 0,03 % der Spieler Probleme gemeldet hätten, wobei die „überwiegende Mehrheit“ derjenigen, bei denen Probleme aufgetreten seien, Fehler „leicht gelöst“ hätten.
Klarstellungen und Beruhigung
Das Team bestritt, dass die Berichte über blockierte Hardware korrekt seien. Sie bekräftigten außerdem, dass Vanguard bei verdächtigen Aktivitäten im Zusammenhang mit ESP-Hacks keine Screenshots des gesamten Computers/mehrerer Monitore, sondern nur des Gaming-Clients erstellt.
Es sieht also so aus, als ob Vanguard ordnungsgemäß funktioniert – unabhängig von Ihrer Meinung zu seiner Einführung – und nichts Unerwünschtes sehen sollte. Auch wenn ein Problem auftritt, löschen Sie system32 bitte nicht.
Quelle: www.rockpapershotgun.com





