League of Legends: Riot verzögert englische Stimmen angesichts des SAG-AFTRA-Angriffs auf KI

Riot Games sieht sich aufgrund des seit Juli 2023 andauernden SAG-AFTRA-Streiks mit Komplikationen konfrontiert. Um sich an die Situation anzupassen, gab das Unternehmen kürzlich bekannt, dass es vorübergehend für bestimmte neue Funktionen bestehende Stimmen nutzen wird Liga der Legenden Und Wild Rift. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge bei Synchronsprechern, die kritisch sehen, wie Riot mit dieser Krise umgeht.

Hintergrund des SAG-AFTRA-Streiks

Seit Juli fordern SAG-AFTRA-Spieler einen besseren Schutz beim Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in ihrem Beruf. Der Streik wurde im September auf Spiele wie League of Legends ausgeweitet, obwohl Riot Games sich mit einiger Distanz zu den Vorwürfen verteidigt.

Riot hat traditionell mit zusammengearbeitet Formosa Interactive für seine Synchronsprecher in den Vereinigten Staaten. Dieses Unternehmen wurde direkt von SAG-AFTRA ins Visier genommen, obwohl Riot angab, dass es Formosa gebeten hatte, gewerkschaftlich organisierte Künstler einzustellen. Das wirft Fragen zur Beteiligung von Riot an dieser Angelegenheit auf.

Änderungen während des Streiks

In einer Erklärung erklärte Riot, dass von nun an bei einigen neuen englischsprachigen Veröffentlichungen der Originalgesang durch bestehende Aufnahmen ersetzt wird. Das bedeutet, dass für Champions mit in den USA ansässigen Besetzungen während des Streiks keine neuen Aufnahmen gemacht werden. Für Versionen in anderen Sprachen plant Riot hingegen, benutzerdefinierte Stimmen beizubehalten.

Das Studio stellte außerdem klar, dass es sein Bestes tun werde, die Aufnahmen mit den Originalschauspielern wieder aufzunehmen, sobald der Konflikt beendet sei. Obwohl diese Entscheidung getroffen wurde, um den Geist des Streiks nicht zu beeinträchtigen, führt sie zu Frustration bei Fans und Synchronsprechern, die Verbesserungen beim Inhalt erwarten.

Reaktionen von Schauspielern und Kritikern

Diese Wendung der Ereignisse löste heftige Kritik seitens der Sprecher aus. Anairis Chinoneneben anderen Synchronsprechern, äußerte sich empört über die Weigerung von Riot, vorläufige Verträge zu unterzeichnen, die ihre Rechte vor der Nutzung von KI schützen würden. Laut Quinones hat Riot die Macht, Formosa unter Druck zu setzen, den Bedingungen dieses Schutzes zuzustimmen.

Synchronsprecher bedauern, dass Riot in dieser schwierigen Zeit offenbar keine konkreten Maßnahmen zur Verteidigung ihrer Interessen ergreifen möchte. Einige glauben, dass dieser Ansatz eher eine Möglichkeit zur Umgehung von Verpflichtungen darstellt als ein echter Versuch, die durch den Streik aufgeworfenen Probleme zu lösen.

Fazit: eine komplexe Situation

Riot Games steckt daher in der Zwickmühle und versucht, die Kontinuität der Content-Produktion in Einklang zu bringen und gleichzeitig den Streik der Schauspieler zu respektieren. Branchenkritiker weisen darauf hin, dass die aktuelle Situation über taktische Entscheidungen hinaus wichtige Fragen zur Verantwortung der Unternehmen für Arbeitnehmerrechte aufwirft.

Der weitere Weg bleibt ungewiss, aber Riot wird auf dem Weg durch diese trüben Gewässer auf dem Prüfstand stehen. Darsteller und Fans freuen sich auf positive Veränderungen, sowohl in den Arbeitsbeziehungen als auch in der Qualität der Spiele.

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