Bungie in der Krise: Wie spielt Sony das Unternehmen hinter Destiny 2 herunter?

Bungie: eine prekäre Situation

Seit massiven Entlassungen und anderen Sparmaßnahmen bei Bungie ist die Moral unter den Truppen hinter Destiny 2 auf einem historischen Tiefstand. Den Quellen von IGN zufolge herrscht eine „überwältigende“ Atmosphäre, und das Unternehmen läuft Gefahr, vollständig von Sony absorbiert zu werden.

Trotz der Übernahme von Bungie durch Sony im Jahr 2022 für 3,6 Milliarden US-Dollar konnte das Unternehmen relativ autonom agieren. Nach der Übernahme besteht Bungies Vorstand jedoch nun aus dem Leiter der PlayStation Studios, leitenden Führungskräften von Sony und Bungie-Führungskräften. Daher ist Bungie verpflichtet, bestimmte von Sony festgelegte finanzielle Ziele zu erreichen.

Sollte Bungie diese Ziele nicht erreichen, kann Sony den Vorstand auflösen und die volle Kontrolle über das Unternehmen übernehmen. Diese Situation wird immer wahrscheinlicher, insbesondere nach der Veröffentlichung von Lightfall Anfang des Jahres, die enttäuschend war und zu einem Rekordrückgang bei den Spielerzahlen von Destiny 2 führte. Daraufhin kündigte Bungie die Entlassung von 100 Mitarbeitern und die Reduzierung von Initiativen zur Verbesserung der Moral an , wie zum Beispiel die Einstellung der Jahresendprämien und die Kürzung der Sozialleistungen an Arbeitnehmer.

Die Folgen für Bungie und sein Team

Bungies Entscheidung, Kosteneinsparmaßnahmen umzusetzen, und die wahrgenommene Einstellung seiner Mitarbeiter haben die Moral im Unternehmen stark geschwächt. Weitere Entlassungen werden erwartet und die Spannung ist spürbar. Darüber hinaus hat sich das Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Führungskräften deutlich verschlechtert. Sonys hohe finanzielle Erwartungen an das Destiny-Studio setzen Bungie erheblich unter Druck.

Bungies Lage ist derzeit prekär. Die Mitarbeiter befinden sich in der Falle zwischen potenziellem Missmanagement und hohen Erwartungen an Sony.

Quelle: www.gamespot.com