Enthüllungen: Giftiger Entwickler unterbezahlte Mitarbeiter und ermutigte Crunch

Ein Bericht enthüllt, dass der Herr der Ringe: Gollum-Entwickler Daedalic Entertainment ein giftiges und unruhiges Arbeitsumfeld hatte, in dem die Mitarbeiter unterbezahlt waren und Krisen gefördert wurden.

Giftige Arbeitsbedingungen

Laut einem Video des deutschen Senders Game Two (via IGN) hat Daedalic Entertainment unbezahlte Überstunden verhängt, versucht, seine Mitarbeiter unter dem Mindestlohn zu bezahlen, und eine Kultur der Krise gefördert. Game Two hat 32 Personen, die an Daedalic und/oder der Entwicklung von Gollum beteiligt sind, direkt interviewt oder E-Mails mit ihnen ausgetauscht.

In dem Bericht wird behauptet, Daedalic habe junge Mitarbeiter und Praktikanten ausgebeutet, indem es sie für ihre Arbeit unterbezahlt habe. Angeblich bestanden die Führungskräfte des Unternehmens darauf, dass die Mitarbeiter ohne Zuzahlung bis spät in die Nacht arbeiteten, und normalisierten Krisen als einen normalen Teil der Branche. Ein Entwickler beschrieb die Atmosphäre als „eine Atmosphäre der Angst“. IGN kontaktierte seine eigenen Quellen, die die Ergebnisse von Game Two bestätigten und behaupteten, dass die Probleme des Unternehmens ein offenes Geheimnis in der deutschen Spielebranche seien. In einer Erklärung gegenüber Game Two bestritt Daedalic die Beschäftigung von derzeit Praktikanten und wies Vorwürfe über die Arbeitskultur zurück.

Eine von künstlicher Intelligenz verfasste Entschuldigung

Der Bericht behauptet auch, dass die vom Herausgeber Nacon in den sozialen Medien veröffentlichte Entschuldigung von künstlicher Intelligenz verfasst wurde. Offenbar wurden die Daedalic-Entwickler vor der Veröffentlichung nicht über diese Aussage informiert.

Konsequenzen für das Projekt und die Mitarbeiter

Gollum wurde bei der Veröffentlichung von den Kritikern schlecht aufgenommen. Schlechte Verkaufszahlen führten zur Absage des bevorstehenden „Herr der Ringe“-Projekts von Daedalic, zum Ende der Produktion in der Entwicklungsabteilung des Unternehmens und zur Entlassung von 25 Mitarbeitern.

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Quelle: www.gamespot.com