Am Mittwoch hat die britische Competition and Markets Authority (CMA) die Fusion von Microsoft und Activision Blizzard aufgrund ihrer Auswirkungen auf Cloud-Gaming blockiert. Diese Entscheidung hat nicht nur die Zukunft von Microsoft und Activision Blizzard grundlegend verändert, sondern auch einige Details über die steigenden finanziellen Anforderungen hinter AAA-Spielen enthüllt.
Die Herstellung einiger großer Verlage von AAA-Spielen kann über 1 Milliarde US-Dollar kosten, so der Bericht der CMA. AAA-Spiele, die jetzt grünes Licht erhalten und voraussichtlich im Jahr 2024 oder 2025 veröffentlicht werden, erhalten normalerweise Entwicklungsbudgets von 200 Millionen US-Dollar oder mehr. Call of Duty hat allein bei den Entwicklungskosten bereits 300 Millionen US-Dollar überschritten. Der nächste Grand Theft Auto-Titel wird wahrscheinlich ein Entwicklungsbudget von 250 Millionen Dollar oder mehr erfordern. Wenn man die Marketingkosten betrachtet, kann diese Zahl auf über 1 Milliarde US-Dollar steigen.
Laut dem Bericht der CMA erhöhen sich auch die Entwicklungsanforderungen für neue Call of Duty-Titel. Aktivision wurde zitiert, dass sie so viel Content für Call of Duty machen müssen, dass sie sich nicht einmal mehr auf ein Lead-Studio stützen können. Das zwingt sie dazu, immer mehr Outsourcer einzusetzen.
Die Übernahme von Activision durch Microsoft, die 2023 abgeschlossen werden soll, hat große Auswirkungen auf die Spielebranche, da sie einen der größten Spielekonsolenhersteller und einige der größten Spiele-Franchises umfasst, darunter auch Call of Duty, World of Warcraft und Overwatch.
Neben seinen Erkenntnissen über die schnell steigenden Kosten der AAA-Spieleentwicklung behauptet der CMA-Bericht auch, dass Nintendos Plattformen “technisch nicht in der Lage” sind, Call of Duty auszuführen. Der Bericht beschreibt auch, wie Microsoft den Game Pass nach der Übernahme möglicherweise teurer machen könnte.
Quelle: https://www.ign.com/articles/major-publishers-report-aaa-games-can-cost-over-a-billion-to-make





