Britische Regulierungsbehörde blockiert Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft

Britische Regulierungsbehörde blockiert Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft

Die britische Wettbewerbs- und Marktbehörde hat die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft blockiert. In einem mehr als 400-seitigen Bericht wurden viele Erkenntnisse veröffentlicht, darunter auch die Feststellung, dass die von Sony geäußerten Befürchtungen bezüglich der Exklusivität von Call of Duty unbegründet sind. Die britische Regulierungsbehörde stellte fest, dass Xbox „erhebliches“ Geld verlieren würde, wenn es jemals versuchen würde, Call of Duty ganz für sich zu behalten.

Microsoft würde Milliarden von Nettoverlusten verzeichnen

Die CMA hat speziell zwei theoretische Szenarien modelliert, in denen Microsoft versuchen könnte, Call of Duty von PlayStation-Plattformen zu entfernen. Beide Szenarien zeigen, dass Microsoft in den nächsten fünf Jahren einen Nettoverlust in Milliardenhöhe verzeichnen würde. Die Schlussfolgerung basiert unter anderem auf der „Critical Diversion Ratio“, also der Rate, mit der PlayStation Call of Duty-Spieler auf Xbox umsteigen müssten, damit es für Microsoft rentabel wird.

Exklusivitätsstrategie führt zu kurz- und langfristigen Verlusten

Jedes Szenario, in dem Microsoft eine Exklusivitätsstrategie rund um Call of Duty verfolgen würde, würde zu kurz- und langfristigen Verlusten führen, die einen Anreiz für diese Art von Schritt nicht bieten würden. Die Analyse der CMA berücksichtigt eine Vielzahl von Faktoren, von der potenziellen Rufschädigung für Microsoft bis hin zu den Vorteilen des Game Pass-Abonnements von Microsoft.

Cloud-Gaming als Grund für die Blockierung der Übernahme

Trotz der Feststellung der CMA in Bezug auf Call of Duty hat die Regulierungsbehörde letztendlich die Fusion in der weitgehend unabhängigen Angelegenheit des Cloud-Gamings blockiert. Sie befürchten, dass die Cloud-Infrastruktur und der Abonnementdienst von Microsoft zu einem Monopol führen könnten, mit dem Sony und Nintendo nicht konkurrieren könnten.

Zuvor hatte Sony behauptet, dass sie sich „nicht vor dem Verlust von Call of Duty schützen können“, und sagte, dass Microsoft es exklusiv machen oder seine Leistung auf ihrer Plattform herabstufen würde, ihrem Unternehmen unwiderruflichen Schaden zufügen würde. In der Zwischenzeit hat Microsoft den Aufsichtsbehörden weiterhin versichert, dass sie Call of Duty auf PlayStation-Konsolen ausliefern würden, solange es sie gibt.

Der Abschlussbericht der CMA gibt auch Einblicke in die Kosten großer Publisher und die Möglichkeit, dass Nintendo-Plattformen Call of Duty nicht ausführen können.

Quelle

Travis Northup, IGN. Quelle: https://www.ign.com/articles/cma-says-microsoft-would-lose-substantial-money-by-making-call-of-duty-exclusive-in-all-plausible-scenarios.