Der League-of-Legends-Entwickler Riot Games hat angekündigt, 100 Millionen US-Dollar zu zahlen, um eine Klage wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung beizulegen. Die ursprüngliche Einigung betrug 10 Millionen US-Dollar, aber neue Anwälte wurden eingestellt und auf eine viel höhere Auszahlung gedrängt, die jetzt Früchte trägt.
Die Abfindungsgelder werden mehr als 2.000 ehemaligen und aktuellen weiblichen Mitarbeitern bei Riot zur Verfügung gestellt. Die Frauenrechtsanwältin Genie Harrison, die im Namen der Arbeiterinnen argumentierte, sagte der New York Times, dass die Vergleichsbedingungen fair seien und sie stolz darauf sei, an dem Fall mitgearbeitet zu haben.
“Ich freue mich sehr, dass wir eine meiner Meinung nach faire Einigung erzielen konnten”, sagte sie.
Das Superior Court von Los Angeles muss dem Vergleich noch zustimmen. Wenn dies geschieht, könnte dies eine Botschaft an kalifornische Unternehmen senden, dass alle Branchen im Bundesstaat „gleichen Lohn und Arbeitsplätze ohne Diskriminierung und Belästigung“ bieten müssen, sagte Kevin Kish vom kalifornischen Ministerium für faire Beschäftigung und Wohnungsbau der Website.
Laut NYT werden sich mehr als 1.000 Vollzeitbeschäftigte und 1.300 Auftragnehmer, die bereits im November 2014 bei Riot gearbeitet haben, 80 Millionen US-Dollar teilen, wobei 20 Millionen US-Dollar zur Deckung von Anwaltskosten und anderen Kosten bereitgestellt werden. Riot Games wird auch Geld in ein Diversity- und Inklusionsprogramm stecken, wobei ein externes Audit durchgeführt wird, um eine “Analyse der Geschlechtergerechtigkeit bei der Bezahlung der Mitarbeiter und bei der Arbeitszuweisung” zu erstellen.
Riot Games sagte in einer Erklärung: “Wir glauben, dass dies das Richtige ist, sowohl für das Unternehmen als auch für diejenigen, deren Erfahrungen bei Riot nicht unseren Standards und Werten entsprechen.”
Eine Enthüllung von Kotakus Cecilia D’Anastasio vom August 2018 enthielt zahlreiche ernsthafte und dramatische Anschuldigungen über die „Bruderkultur“ innerhalb von Riot. Zu den Details gehörte, dass Manager Listen hatten, auf denen sie Frauen nach Attraktivität einordneten.
Riot gehört dem chinesischen Internetriesen Tencent. Das kostenlose MOBA bringt Berichten zufolge jedes Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe.
Quelle : https://www.gamespot.com/articles/league-of-legends-studio-riot-announces-100-million-settlement-in-gender-discrimination-case/1100-6499253/?ftag=CAD-01-10abi2f





