Deck Nine, das Studio hinter Life is Strange, hatte offenbar ein Problem mit Nazi-Symbolen und Hundepfeifen, die während der Entwicklung auf mysteriöse Weise in seinem Werk auftauchten. In einem neuen Bericht von IGN sprachen Insider über die toxische Kultur am Arbeitsplatz und ihre Besorgnis darüber, dass jemand versucht, Hassreden in ihren Spielen zu verbergen.
Unangemessene Symbole
Zu den Symbolen gehörten die Zahl 88 (Code für „Heil Hitler“), rassistische Memes, die Zahl 18 (Code für „Adolf Hitler“) und die Hagal-Rune. Die Entwickler meldeten die Symbole den Bossen zur Entfernung, doch die Änderungen gingen nicht so schnell vonstatten, wie sie gehofft hatten. In einem Fall forderten Entwickler die Entfernung eines Bildes eines bestimmten rassistischen Memes, das Berichten zufolge jedoch dort blieb, wenn auch mit geringerer Bekanntheit. Während die Entwickler zugaben, dass das Hinzufügen von Zahlen ein einfacher Fehler gewesen sein könnte, war es kaum zu glauben, dass es neben den anderen Symbolen reiner Zufall war.
Eine offizielle Antwort
Nach zahlreichen Berichten über Hassreden ging CEO Mark Lyons schließlich in einer Nachricht an die Mitarbeiter auf Slack auf das Problem ein. Deck Nine beauftragte die Investigations Law Group mit der Untersuchung der Angelegenheit, die Mitarbeiter wurden jedoch nicht über die Einzelheiten der Untersuchung oder die Ergebnisse informiert. Lyons kündigte außerdem an, dass das Unternehmen eine Richtlinie zur Bekämpfung von Hassreden und verpflichtende Schulungen einführen werde. Aktuelle Mitarbeiter sagen, dass dies noch nicht umgesetzt wurde.
Eine unangemessene Kontroverse
Life is Strange hat den Ruf, queere und marginalisierte Menschen zu vertreten. Der Nationalsozialismus, der allgemein als Deckmantel für die Vorherrschaft der Weißen angesehen wird, diskriminiert auch farbige Menschen und LGBTQA+-Personen, sodass die Einbeziehung hasserfüllter Symbole in die Entwicklung in den Augen der Entwickler besonders unangemessen erschien.
Deck Nine veröffentlichte eine ausführliche Antwort auf viele der Vorwürfe im vollständigen Bericht. Unter anderem sagte er: „Wir werden in Kürze neue Tools in unsere Entwicklungspipeline integrieren, um sicherzustellen, dass alle in unseren Spielen erstellten Begriffe, Bilder oder Symbole – einschließlich aller Hintergrundinhalte – einer zusätzlichen Überprüfung auf potenziell beleidigende oder hasserfüllte Ausdrücke unterzogen werden.“ ordnungsgemäß gekennzeichnet und bewertet, um eine unbeabsichtigte Aufnahme zu vermeiden. Wir implementieren außerdem formelle Anti-Hassreden-Schulungen und -Prozesse, um die Teammitglieder besser zu informieren und umsetzbare Ressourcen an die Hand zu geben, damit sie als kollektives Studio wachsam bleiben können. »
Quelle: www.gamespot.com





