Microsoft hat kürzlich Activision Blizzard für 69 Milliarden US-Dollar gekauft, eine Übernahme, die von der US-Kommunikationsgewerkschaft CWA gelobt wurde. Laut CWA markiert diese Transaktion einen neuen Tag für die Mitarbeiter von Activision Blizzard und ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Videospielbranche.
Eine neue Ära für Call of Duty-Mitarbeiter
Die CWA, die größte Kommunikations- und Mediengewerkschaft in den Vereinigten Staaten, sieht in dieser Übernahme eine Chance für die Mitarbeiter von Activision Blizzard, sich endlich zu Wort melden und für ihre Rechte kämpfen zu können. Microsoft hat sich dazu verpflichtet, neutral zu bleiben und den Arbeitnehmern den Beitritt zur Gewerkschaft zu erleichtern und so einen klaren Weg zu Tarifverhandlungen für fast 10.000 Arbeitnehmer zu schaffen.
Activision Blizzard wurde in den letzten Jahren für seinen Sexismus, seine toxische Arbeitskultur und sogar für den kontroversen Umgang von CEO Bobby Kotick mit Vorwürfen von Vergewaltigung und anderem schwerwiegenden Fehlverhalten kritisiert. Das kalifornische Ministerium für Beschäftigung und Wohnungsrecht reichte im Juli 2021 eine Klage gegen Activision Blizzard ein und warf dem Unternehmen vor, eine sexistische und diskriminierende Kultur zu pflegen. Bobby Kotick wird Activision Blizzard voraussichtlich Ende des Jahres verlassen.
Ein Sieg für die Arbeiter, die für ihre Rechte kämpfen
CWA-Präsident Claude Cummings Jr. sagte: „Vor mehr als zwei Jahren erregten Studiomitarbeiter von Activision Blizzard landesweite Aufmerksamkeit, indem sie Proteste gegen Diskriminierung, sexuelle Belästigung, ungleiche Gehälter und andere Probleme organisierten, mit denen sie an ihrem Arbeitsplatz konfrontiert waren.“ Ihre Bemühungen, Gewerkschaften zu gründen, stießen auf rechtswidrige Vergeltungsmaßnahmen und Versuche, Gewerkschaftswahlen zu verzögern und zu blockieren. Jetzt steht es diesen Arbeitnehmern frei, unserer Gewerkschaft im Rahmen eines fairen Prozesses und ohne Einmischung des Managements beizutreten. Der verantwortungsvolle Ansatz von Microsoft sollte branchenweit zum Standard werden. »
Die Bedingungen der neuen Vereinbarung
Die neue Vereinbarung zwischen Microsoft und der CWA garantiert den Mitarbeitern von Activision Blizzard mehrere Rechte:
- Microsoft wird einen neutralen Ansatz verfolgen, wenn Mitarbeiter Interesse an einem Beitritt zu einer Gewerkschaft bekunden
- Die Mitarbeiter haben Zugang zu innovativer Technologie, um ihre Entscheidung völlig vertraulich zu treffen
- Sollte es zu Meinungsverschiedenheiten kommen, vereinbaren Microsoft und die CWA, schnell an einer Einigung zu arbeiten und bei Bedarf ein beschleunigtes Schlichtungsverfahren anzuwenden.
Im vergangenen Dezember schlossen sich rund 300 Mitarbeiter der Qualitätssicherungsabteilung von ZeniMax Media, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, mit der CWA zusammen. Microsoft verpflichtete sich, in diesem Prozess neutral zu bleiben und hat die Gewerkschaft inzwischen anerkannt. Diese Übernahme stärkt somit die Position der CWA in der Videospielbranche und zeigt die wachsende Gewerkschaftsbewegung in diesem Sektor.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Übernahme von Microsoft einen wichtigen Schritt im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen in der Videospielbranche darstellt und den Weg für eine stärkere gewerkschaftliche Organisierung der Mitarbeiter von Activision Blizzard ebnet.
Quelle: www.ign.com





