Laut einem Bloomberg-Bericht haben sich Google und Nvidia Berichten zufolge gemeinsam mit Sony an die Federal Trade Commission (FTC) gewandt, um Bedenken hinsichtlich der geplanten 69-Milliarden-Dollar-Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft zu äußern.
Berichten zufolge behaupten die beiden Unternehmen, dass Microsoft durch die Übernahme von Activision Blizzard einen unfairen Vorteil auf den Märkten für Cloud, Abonnements und mobile Spiele erlangen würde. Allerdings sagte eine Quelle gegenüber Bloomberg, dass Nvidia zumindest nicht ausdrücklich gegen die Übernahme ist, obwohl sie die Bedeutung eines gleichberechtigten Zugangs zu Spieletiteln betonte.
Der Bericht geht nicht auf die anderen spezifischen Bedenken beider Unternehmen ein. Microsoft ist derzeit neben Nvidia mit GeForce Now ein starker Konkurrent im Cloud-Gaming, wobei Googles Stadia-Programm im vergangenen Jahr eingestellt wurde. Beim mobilen Spielen ist Microsoft jedoch ausgesprochen wenig präsent.
Tatsächlich wies Xbox-Chef Phil Spencer zuvor auf die mobile King-Sparte von Activision Blizzard als Eckpfeiler der beabsichtigten Übernahme hin, und mit dem Deal verbundene Unterlagen haben ergeben, dass Microsoft King verwenden möchte, um eine neue „xbox Mobile Platform“ zu schaffen.
Nvidia und Google schließen sich Sony als große Unternehmen an, die den Leitungsgremien Probleme bezüglich der Übernahme vorbringen, obwohl die beiden letzteren aufgrund des Tons deutlich weicher in das Thema einsteigen. Letztes Jahr kündigte die FTC an, dass sie den Übernahmeversuch von Microsoft blockieren werde, weil sie befürchtete, dass der Deal dem Wettbewerb durch konkurrierende Konsolenhersteller durch Exklusivität schaden würde. Auch die britische Competition and Markets Authority (CMA) hat ähnliche Bedenken geäußert.
In den letzten Monaten hat Microsoft wiederholt versucht, solchen Bedenken entgegenzuwirken, unter anderem durch das Angebot, Call of Duty zehn Jahre lang auf PlayStation zu halten, und ein ähnliches Versprechen, die Serie auf Nintendo-Konsolen zu bringen.
Obwohl unklar ist, wie genau Nvidia oder Google weiterhin beteiligt sein werden, könnten beide Unternehmen möglicherweise vor die FTC geladen werden, wenn die Klage vor Gericht geht, was laut Bloomberg für August dieses Jahres geplant ist.
Rebekah Valentine ist Nachrichtenreporterin für IGN. Sie finden sie auf Twitter @duckvalentine.
Quelle : https://www.ign.com/articles/nvidia-google-reportedly-voice-concerns-over-xboxs-activision-acquisition





