Pneumata PS5: enttäuschendes Potenzial

Der unvermeidliche Monat Oktober ist zurück und bringt jede Menge Horrorspiele mit sich, und „Pneumata“ ist einer der Titel, der derzeit für Aufsehen sorgt. Dieses von Deadbolt Interactive entwickelte Psychospiel zielt darauf ab, die verstörende Atmosphäre von Klassikern des Genres wie „Resident Evil“ einzufangen. Doch trotz des guten erzählerischen Potenzials und der vielversprechenden Ästhetik scheint der Titel in mehreren wichtigen Punkten zu enttäuschen.

Eine Geschichte, die ihre Intensität verliert

Spannende Handlung zu Beginn
„Pneumata“ beginnt mit einer fesselnden Erzählung, die den Spieler schnell ins Unbekannte stürzt. Sie wachen zu Hause auf, werden von Ihrer Türklingel angezogen und entdecken ein mysteriöses Videoband. Diese Entdeckung führt Sie auf die Spur eines Schiffbruchs und des Verlusts eines geliebten Menschen, eine Skizze einer Geschichte, die eine große emotionale Ladung haben könnte.

Beunruhigende Wendungen
Leider bröckelt die Handlung im Laufe des Spiels. Anstatt über das Schicksal Ihres Partners nachzudenken, jonglieren Sie mit unterschiedlichen Zielen in einer mysteriösen Stadt und verwässern so die Dringlichkeit der Erzählung. Sich wiederholende Aufgaben haben Vorrang vor dem Fortschreiten der Geschichte und lassen den Spieler von den zu Beginn festgelegten emotionalen Herausforderungen los.

Ein wenig einladendes Gameplay

Schwierigkeitsgrad und einfacher Kampf
Das Gameplay von „Pneumata“ ist von der Spielmechanik der Horrorklassiker inspiriert, leidet jedoch unter Problemen mit Tempo und Herausforderung. Der Kampf ist zu einfach, da die Feinde so langsam vorrücken, dass der Spieler sie ignorieren kann, ohne Konsequenzen zu haben. Die Mechanismen der Bestandsverwaltung sorgen für etwas Spannung, aber die Dringlichkeit fehlt im Allgemeinen.

Inkonsistenzen im Werkzeugsystem
Auch das Werkzeugsystem, mit dem man Passagen freischalten und neue Bereiche entdecken kann, weist Ungereimtheiten auf, etwa das unerklärliche Verschwinden eines Werkzeugs nach seiner Nutzung. Diese Details unterbrechen die Immersion und zeigen, dass den technischen Aspekten des Spiels nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Befleckte Grafik und Soundkulisse

Vielversprechend, aber ohne Ästhetik
Visuell gelingt es „Pneumata“, eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die zum Nervenkitzel einlädt. Grafikfehler – etwa das Verschwinden ganzer Bereiche der Umgebung – sabotieren dieses Eintauchen jedoch. Darüber hinaus wirken die rosafarbenen Wände in bestimmten Rückblenden fehl am Platz und tragen zu dem Gefühl bei, dass eine unerledigte Angelegenheit entsteht.

Ein Klang, der täuschen könnte
Obwohl das Sounddesign im Allgemeinen erfolgreich ist und Umgebungsgeräusche die schwere Atmosphäre verstärken, können einige Soundfehler, wie z. B. durch Wände hörbare Speicherpunkte, irreführend sein.

Unrealisiertes Potenzial

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Pneumata“ vielversprechende Elemente aufweist: eine fesselnde Atmosphäre, eine mysteriöse Handlung und Anspielungen auf ikonische Horrorspiele. Allerdings lässt das Endprodukt aufgrund der unzusammenhängenden Erzählweise, des langsamen Gameplays und der technischen Probleme zu wünschen übrig. Auch wenn dieser Titel Fans des Genres auf der Suche nach neuen Erfahrungen faszinieren mag, besteht die Gefahr, dass er für die Mehrheit der Spieler unvollendet erscheint.

„Pneumata“ ist mittlerweile auf mehreren Plattformen verfügbar, darunter PS5, Xbox und PC über Steam. Hast du das Spiel getestet? Teilen Sie Ihre Eindrücke in den Kommentaren und entdecken Sie weitere aktuelle Bewertungen!

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