Niantic Labs entlässt 230 Mitarbeiter und schließt Studio in Los Angeles
Niantic Labs, der Augmented-Reality-Spieleriese, hat angekündigt, 230 Mitarbeiter zu entlassen und sein Studio in Los Angeles zu schließen, um sich wieder auf den Haupttitel Pokémon Go zu konzentrieren. Diese Entscheidung wurde aufgrund von finanziellen Herausforderungen getroffen, die das Unternehmen während der COVID-Pandemie erlebt hat. CEO John Hanke erklärte in einer Mitarbeitermitteilung, dass die Ausgaben schneller gewachsen sind als die Einnahmen und dass neue Spieleprojekte nicht die erwarteten Einnahmen erzielen konnten.
Gründe für die finanziellen Engpässe
John Hanke nannte mehrere Gründe für die finanziellen Herausforderungen von Niantic. Neben der globalen makroökonomischen Abschwächung und den einzigartigen Herausforderungen auf den Märkten für mobile Spiele und AR hat sich der AR-Markt langsamer entwickelt als erwartet. Darüber hinaus haben Änderungen im App Store und in der mobilen Werbelandschaft es schwieriger gemacht, neue Mobile-Spiele erfolgreich auf den Markt zu bringen.
Neuausrichtung auf mobile Spiele und AR-Brillen
Niantic wird seinen Fokus auf Investitionen in mobile Spiele begrenzen und sich auf Spiele von Erstanbietern konzentrieren, die die Kernwerte des Unternehmens am besten verkörpern. Gleichzeitig wird das Unternehmen verstärkt in die Entwicklung für MR-Geräte und zukünftige AR-Brillen investieren. Um diese Neuausrichtung umzusetzen, wird das Studio in Los Angeles geschlossen und das Spieleplattform-Team verkleinert.
Zukunftsaussichten von Niantic
Niantic glaubt weiterhin an die langfristige Bedeutung von Augmented Reality und plant, Inhalte und Plattformdienste zu entwickeln, um das Potenzial dieser Technologie voll auszuschöpfen. Obwohl das Unternehmen derzeit finanzielle Herausforderungen meistern muss, bleibt Pokémon Go die oberste Priorität und Niantic wird weiterhin in das Spiel und das Team investieren, um es weiterzuentwickeln.




